Konzert Mandolinenverein Hüttigweiler

Konzert im Herbst in Hüttigweiler : In der Pfarrkirche war Zeit zum Träumen

Gefühlvoller Konzertabend in Hüttigweiler mit Mandolinen, Mandolas, Gitarren und Bass.

„Es ist wieder Zeit zum Träumen, wenn der Regen draußen rauscht, es ist wieder Zeit zu lauschen, wenn der Regen draußen rinnt.“ Passender hätte die Vorsitzende des Mandolinen- & Wanderclubs „Saarstern“ Hüttigweiler, Dorothea Welter-Zuschlag, ihre einleitenden Worte zu Beginn des Konzertes in der Katholischen Pfarrkirche nicht wählen können wie mit diesen Versen eines Gedichtes. Während der Regen draußen niederfiel, hatten die Besucher des Konzertes im Herbst, wie der Auftritt überschrieben war, in der Kirche Gelegenheit zu träumen und den Klängen der Mandolinen, Mandolas, Gitarren und des Basses zu lauschen. „Wir wollen Ihnen den Weg zur Besinnung nach innen mit Musik versüßen“, wünschte Welter-Zuschlag den Besuchern, die trotz des unfreundlichen Wetters den Weg zum Konzert gefunden hatten.

Mit der Sonata VI von Valentin Roeser eröffnete das 19-köpfige Orchester unter der Leitung von Peter Dörrenbächer mit rhythmisch-lebhafter Musik ihr Konzert. Musik, die mit wechselnder Lautstärke angenehm ins Ohr ging. Peter Dörrenbächer verstand es bestens mit seinem einfühlsamen Dirigat seine Musikerinnen und Musiker durch die rhythmischen wechselnden Passagen zu leiten. Präzise Einsätze prägten den Vortrag, der spürbar herbstliche Stimmung vermittelte. Beim sich anschließenden „Kanon“ von Johann Pachelbel setzten die Instrumente nach und nach ein und fanden sich am Ende zu einem gemeinsamen Spiel zusammen. Beim „Konzert C-Dur“ von Antonio Vivaldi griff der Dirigent selbst zur Mandoline. Er dirigierte als Solist und Frontmann im Sitzen mit dem Rücken zu seinem Orchester. Dörrenbächer wurde auf seiner Solomandoline vom Orchester, fein aufeinander abgestimmt, begleitet. Das Gitarrenduo Dorothea Welter-Zuschlag/Martin Giesen sorgte mit seinem Auftritt für einen weiteren Höhepunkt des Abends. Mit Werken von Francesco da Milano und Georg Friedrich Händel stellte sich das Duo den Konzertbesuchern vor und überzeugte durch Griffsicherheit und ausdrucksvollen Vortrag. „Die Arie von Händel wurde so wohltuend in Klang und Rhythmus gespielt. Das Stück hatte etwas Friedvolles, es wirkte auf mich angenehm beruhigend“, zollte eine Zuhörerin dem Duo höchste Anerkennung. Zum Abschluss präsentierte sich das Orchester mit der bekannten Komposition von Konrad Wölki „Ins weite Land“. Das „Festliche Spiel“ von Willi Althoff war ein würdiger Abschluss eines bemerkenswerten Konzertes. Kräftiger und langanhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die Akteure des Abends. Präzision und saubere Intonation bei allen Vorträgen zeugten von einer intensiven Probenarbeit, die beim Herbstkonzert deutlich wurden. Mit einer Zugabe dankte das Orchester seinen Besuchern für ihr Kommen und den Beifall. Die Vorsitzende verabschiedete die Gäste mit dem Gedicht „Herbstliche Sinfonie“ von Anita Menger.

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