Konzert für Trompete und Orgel ist Wustweiler

Konzert : Eine Kombination, die man gut hören kann

Immer wieder schön zu hören, die Kombination aus Trompete und Orgel wie am Sonntag beim Konzert in der katholischen Pfarrkirche Herz Jesu. Orgelkonzerte haben in Wustweiler inzwischen einen festen Platz und sind für ihre hohe Qualität bekannt.

Die von dem Orgelbauer Thomas Gaida in den Jahren 2001 und 2002 unter Verwendung von Teilen der Vorgängerorgel sowie den Orgeln aus den evangelischen Kirchen Saarlouis und Bad Schwalbach erbaute Orgel erfreut sich unter Künstlern hoher Beliebtheit.

Thomas Vogtel (Orgel) und Christian Deuschel (Trompete) waren die Programmgestalter am Sonntag und stellten beeindruckend unter Beweis, dass Orgel und Trompete wunderbar zusammen harmonieren. Den Konzertgästen hatte es sichtlich gefallen. Sie spendierten lang anhaltenden Applaus und würdigten das Duo mit stehenden Ovationen Richtung Empore. Gesponsert werden die Wustweiler Orgelkonzerte und das anschließende gemütliche Beisammensein im Pfarrsaal von Hans Scherer und Roland Schwarz.

Thomas Vogtel und Christian Deuschel hatten zum Einstieg eine Komposition von Georg Philipp Telemann gewählt. Mit „Heroischer Marsch“ gelang ihnen eine festliche Eröffnung. Wie Einstimmen auf Weihnachten war der zweite Programmpunkt mit „Wachet auf“, das der außergewöhnlich virtuose Komponist Johann Ludwig Krebs geschrieben hatte.

Nicht weniger strahlend ein weiteres Werk von Telemann „Air“ in F-Dur für Trompete und Orgel. Die Kirche wurde mit einem wunderbaren Klang beschallt. Bei den anspruchsvollen zwei Präludien und Fugen für Orgel von Johann Sebastian Bach bekamen die Zuhörer rhythmisch klar artikulierte Melodien zu hören, teilweise sehr bedächtig, die jeder individuell auf sich wirken lassen konnte. Bei einem Orgelkonzert darf eine Interpretation von Giuseppe Torelli nicht fehlen. Mit dem Concerto D-Dur für Trompete und Orgel präsentierten die beiden Musiker ein Meisterwerk. Auch hier sehr gelungen das professionelle Zusammenspiel des Blechbläsers mit dem Orgelspieler, das zu einer imposanten Einheit verschmolz.

Auf dem Programm standen zwei Eigenkompositionen von Thomas Vogtel, bei denen der triumphale Klang der Trompete und die lauffreudige Virtuosität der Orgel beim Arietta Ges-Dur für Trompete und Orgel überzeugten. Die kleine Sonate d-moll für Orgel (Sonata meditativa) Invenzione-Canon beeindruckte und läutete das Finale mit der Interpretation von Christopher Tamblings Concert-Variations B-Dur ein. Die Konzertgäste wurden mit einem wunderbaren Repertoire zwischen gefühlvoll, pompös und festlich verwöhnt und forderten sich natürlich eine Zugabe.