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Erstes gemeinsames Konzert:
Musikalischer Champagner fürs neue Jahr

 Das Orchester der Spielgemeinschaft der Musikverein Hüttigweiler und Wustweiler wurde bei seinem Operetten-Zauber zum Neujahr unter der Leitung von Christian Deuschel (rechts) von den Opernsängern Martina Ondruj und Eddie Wolff gesanglich begleitet.
Das Orchester der Spielgemeinschaft der Musikverein Hüttigweiler und Wustweiler wurde bei seinem Operetten-Zauber zum Neujahr unter der Leitung von Christian Deuschel (rechts) von den Opernsängern Martina Ondruj und Eddie Wolff gesanglich begleitet. FOTO: Benno Weiskircher
Illingen. Die Musikvereine Hüttigweiler und Wustweiler feierten in der Illipse eine umjubelte Premiere.

Passender hätte das Konzert der Spielgemeinschaft der Musikvereine Hüttigweiler und Wustweiler im Kulturforum Illipse wohl nicht eröffnet werden können. „Operetten-Zauber zum Neujahr“ war das zweistündige Programm überschrieben. Entsprechend starteten die 30 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Christian Deuschel mit dem Champagnergalopp des dänischen Komponisten H.C. Lumbye mit musikalischem Champagner im flotten Galopp ins neue Jahr.


Dabei feierte die Spielgemeinschaft mit ihrem ersten klassischen Neujahrskonzert ebenso eine Premiere wie der Dirigent Christian Deuschel, der seit dem Sommer des vergangenen Jahres dem Orchester vorsteht und in der Illipse sein Konzertdebüt mit dem Orchester der Spielgemeinschaft gab. Martin Kreutzer und Kevin Dörr begrüßten die Besucher in der voll besetzten Illipse zu einem bunten Konzertabend. Werke von Johann Strauß, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Johann Strauß jr. sprachen alle Freunde von Walzern, Operetten und Märschen an. Begleitet wurde das Orchester von Martina Ondruj (Sopran) und Eddie Wolff (Tenor). Die Opernsänger verzauberten mit ihren ausdrucksstarken Stimmen das Publikum und sorgten für so manches gesangliche Highlight bei den weltbekannten Melodien wie „Dein ist mein ganzes Herz“, „Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt“ oder „Gern hab’ ich die Frau’n geküsst“. Herausragend der Auftritt der Sopranistin beim Csárdás von Johann Strauß jr. und das von Eddie Wolff ausdrucksvoll vorgetragene Wolgalied. Die Aussage von Christian Deuschel „Ihr seid ganz tolle Sänger“ wurde von den Konzertbesuchern mit kräftigem Applaus bestätigt.

Beim Ägyptischen Marsch von Johann Strauß bewiesen die Musikerinnen und Musiker, dass sie nicht nur ihre Instrumente perfekt beherrschen, Eugen Ecker, Martin Kreutzer und Johannes Schmitt wussten auch gesanglich zu überzeugen. Die perfekten Vorträge des Orchesters wurden mit Bravo-Rufe und „Wunderbar“, „fantastisch“ honoriert. Die Handschrift des neuen Dirigenten war immer wieder zu spüren. Deuschel, der auch durch das Programm führte, präsentierte seine Musiker in allerbester Verfassung, ließ aber auch sein Geschick als Rezitator zwischen den einzelnen Werken aufblitzen und sorgte damit für so manches unterhalt-
same Zwischenspiel. Mit stehenden Ovationen honorierten die Besucher die Auftritte der Musiker und der Gesangsinterpreten. Jürgen Jost brachte es auf den Punkt: „Da hätte man sich ärgern können, wäre man nicht zu diesem Konzert gekommen.“ „Ein sensationell tolles Publikum“, dankte Christian Deuschel den Besuchern. Seinem Orchester bescheinigte er: „Ihr habt einen tollen Job gemacht, ich bin total glücklich.“ Und noch einmal brandete Beifall auf, als Willi Scheidt an den Pauken mit einem Trommelwirbel den Radezky-Marsch anstimmte und das Orchester damit den Besuchern eine Zugabe bescherte.



(wk)