| 20:40 Uhr

Bahnverkehr
König: Illtalstrecke soll elektrifiziert werden

Illingen. (sl/red) Die Gemeinde Illingen drängt nach wie vor auf eine Elektrifizierung der Bahnstrecke (Illtalstrecke) zwischen Wemmetsweiler Kurve und Lebach-Jabach, obwohl dieses Millionenprojekt momentan von der Landesregierung auf Eis gelegt ist, wie Bürgermeister Dr. Armin König jetzt mitteilte. In einem Schreiben an Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bittet König, alles dafür zu tun, dass dies doch noch – wenn auch mit Zeitverzug – realisiert werden kann. „Sollte es dagegen zu einer Beerdigung zweiter Klasse dieses Millionenprojekts kommen, ohne dass es eine angemessene Alternative gäbe, würden wir protestieren. Wir wünschen uns deshalb ein klares Bekenntnis zum Elektro-Betrieb der Strecke“, so König an Rahlinger.

(sl/red) Die Gemeinde Illingen drängt nach wie vor auf eine Elektrifizierung der  Bahnstrecke (Illtalstrecke)  zwischen Wemmetsweiler Kurve und Lebach-Jabach, obwohl dieses Millionenprojekt momentan von der Landesregierung auf Eis gelegt ist, wie Bürgermeister Dr. Armin König jetzt mitteilte.  In einem Schreiben an Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bittet  König, alles dafür zu tun, dass dies doch noch – wenn auch mit Zeitverzug – realisiert werden kann.   „Sollte es dagegen zu einer Beerdigung zweiter Klasse dieses Millionenprojekts kommen, ohne dass es eine angemessene Alternative gäbe, würden wir protestieren. Wir wünschen uns deshalb ein klares Bekenntnis zum Elektro-Betrieb der Strecke“, so König an Rahlinger.



 Ob ein Batterie-Betrieb, wie er jetzt im Saar-Wirtschaftsministerium diskutiert wird,  eine angemessene Alternative sei, wisse man nicht. Es gebe in diesem Punkt „diverse Unbekannte“. So sei der Bürgermeister über die sozialen Medien darauf hingewiesen worden, dass möglicherweise die Batterieladung für die Steilstrecken der Illtalbahn nicht ausreichend sei und dass die Ladezeit in Lebach nicht ausreiche. Außerdem sei das Bombardier-System bisher nicht im Echtbetrieb getestet.

König: „Was wir uns nicht leisten können, ist eine Gefährdung der Strecken-Akzeptanz durch Betriebsstörungen. Deshalb ist eine sorgfältige Prüfung, Planung und Kommunikation auch untereinander wesentlich.“

 Dass die Kabinettsentscheidung, das Projekt auf Eis zu legen, als „geheime Kommandosache  behandelt wurde“ und die Gemeinden  erst aus dem Blog des Abgeordneten Alwin Theobald davon erfahren hätten, halte die Gemeinde Illingen für „unerfreulich unklug“. Da die Spitze des Ministeriums selbst diese Abläufe bedauert habe, wollen man das Thema nicht hochspielen, so König weiter.

 „Der öffentliche Personennahverkehr ist ein hoch spannendes Thema, das die Öffentlichkeit interessiert und dem sich die Gemeinde Illingen seit langem widmet“, schreibt König.   Staatsekretär Roland Theis, der auch dem Illinger Gemeinderat angehört, setze sich ebenfalls  intensiv für neue Formen umweltfreundlicher Mobilität ein. Man solle deshalb mit der künftigen Ausrichtung der Illtalstrecke sehr offen und kommunikativ umgehen, zumal Illingen das Thema umfassend im Gemeinderat und den Ausschüssen behandelt habe. Das Thema spiele auch bei  der mittelfristigen Finanzplanung eine wichtige Rolle (Straßen, Wege, Brücken), so der Illinger Verwaltungschef.



Was Bürgermeister Armin König weiter umtreibt, ist die Frage, ob die Vergabe der Strecke an den Bahnkonkurrenten Vlexx die „Unlust der DB und des Bundes“ gefördert habe. Das wäre nämlich wettbewerbsverzerrend und auch strategisch höchst problematisch. Auch möchte der Illinger Verwaltungschef ausschließen, dass die ursprünglich für die Illtalstrecke geplanten Investitionsmittel unter Umständen für die Saarbahn eingesetzt würden.  

„Wir sind allerdings nicht gegen einen Teststrecken-Betrieb, wenn die Zuverlässigkeit der Streckenbedienung gewährleistet ist. Ich bitte deshalb um ein Gespräch, um die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang zu erörtern, am besten mit den Bürgermeistern von Eppelborn und Merchweiler“, erklärte Bürgermeister König weiter.