Synode des Kirchenkreises Saar-Ost: „Kirche ins Bewusstsein rücken“

Synode des Kirchenkreises Saar-Ost : „Kirche ins Bewusstsein rücken“

Der St. Wendeler Pfarrer Markus Karsch wird neuer Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost. 

Eine Ära ging am vergangenen Wochenende in der Welschbachhalle zu Ende. Dorthin hatte der evangelische Kirchenkreis Saar-Ost seine 74 Delegierten sowie zahlreiche Gäste eingeladen, um traditionell im Rahmen der Synode im Herbst die formellen Dinge abzuarbeiten.

Mit einem Abendmahlgottesdienst startete die Versammlung in die zweitägige Sitzung. Die war am Freitagabend geprägt von den Berichten. Schon hier galt es für Superintendent Pfarrer Gerhard Koepke, ein wenig Abschied zu nehmen. Der Amtsinhaber aus St. Wendel geht mit Ablauf der Amtsperiode im März kommenden Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Stelle im damals neu gegründeten Kirchenkreis Saar-Ost hat der St. Wendeler Pfarrer im Jahr 2010 angetreten.

Noch einmal trat er am Freitag mit seinem Bericht vor die Synode. Er hielt Rückschau, warf einen Blick in die Zukunft und dankte vor allem seinen Mitstreitern auf dem Weg des Zusammenwachsens. Denn, insbesondere die Zusammenführung im Kirchenkreis, eine seiner Hauptaufgaben, sei in den vergangenen Jahren überaus gelungen, betonte Koepke. Ganz wichtig ist Pfarrer Koepke für die Zukunft, dass nach der schwierigen Zeit der strukturellen Reformen Kirche jetzt wieder mehr mit Inhalten gefüllt werde. Das, so erklärt er, sei gerade im Lutherjahr gut gelungen und müsse weiter vorangetrieben werden.

An den Inhalten weiterarbeiten will auch sein Nachfolger, Markus Karsch. Er wurde in einer Wahl am Samstagvormittag zum neuen Superintendenten für den Kirchenkreis Saar-Ost, der rund 53 000 Protestanten zählt, gewählt und tritt nach Ostern 2018 seine neue Stelle an. Markus Karsch stellte sich gegen Pfarrerin Christine Unrath (ebenfalls Pfarrgemeinde St. Wendel) zur Wahl. „Ich finde es wichtig, dass es bei einer Wahl auch wirklich Alternativen gibt“, erklärte er. Mit 44 Stimmen setzte sich der St. Wendeler Pfarrer in der Abstimmung durch.

Karsch ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat ein Kind. Seit 2006 ist er Pfarrer in St. Wendel, er wird seine Gemeinde im kommenden Frühjahr verlassen. „Ich möchte als Superintendent etwas in Bewegung bringen, die Kirche weiter inhaltlich füllen“, sagte er. „Im Lutherjahr haben wir so viele tolle Events erlebt, die in den Gemeinden an der Basis stattgefunden haben, so kann Kirche Spaß machen“, betonte Karsch. Mitgerissen worden seien viele Menschen, so der Eindruck des Neuen, doch, auch das weiß Karsch, „man muss dranbleiben, Kirche mehr ins Bewusstsein rücken. Denn auf der untersten Ebene findet das Gemeindeleben statt“.

Neben der Neuwahl des Superintendenten, die sicherlich im Mittelpunkt stand, waren auch der Blick auf die Finanzen von Interesse. Insgesamt, erklärt Helmut Paulus, Sprecher Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Kirchenkreise an der Saar, habe der Kirchenkreis Saar-Ost 9,3 Millionen an Kirchensteuern eingenommen. Nach Abzug aller Umlagen bleibt bei den Gemeinden ein Beitrag von 83,62 Euro pro Gemeindemitglied.

Mehr von Saarbrücker Zeitung