Kappensitzung des Karnevalsvereins Die Eicherte Hüttigweiler

Kappensitzung „Die Eicherte“ : Fastnacht mit herzerfrischender Fröhlichkeit

Die Eicherte aus Hüttigweiler boten ihren Gästen einen tollen Mix aus Büttenreden, Tanz und Gesang.

Der Karnevalverein „Die Eicherte“ Hüttigweiler begeisterte am Samstag mit einer bunten und unterhaltsamen Kappensitzung in der vollbesetzten Narrhalla der Welschbachhalle. Mit tollen Büttenreden, herrlichen Tänzen, Musik und Gesang luden die Karnevalisten ihre Besucher zu einer fast fünfstündigen Reise durch alle Facetten der Saalfastnacht ein. Den Akteuren gelang es von Beginn an, ihre herzerfrischende Fröhlichkeit von der Bühne auf die Närrinnen und Narrhallesen überspringen zu lassen. Die Hauskapelle mit Sascha Pfortner und Arne Thewes stimmte vor Sitzungsbeginn mit karnevalistischen Songs auf die Veranstaltung ein. Dem schlossen sich Reinfried Müller und Martin Schreiner mit dem Liedchen „Tri Tra die Geiss emm Stall, die Manz verkalt, die Melch ess all“ an. Mit Alleh hopp und Luftschlangen werfend zogen dann Sitzungspräsident Andreas Kuhn mit seinem Elferrat, die Garde und das Prinzenpaar ein. In ihrer Rede versprachen Prinzessin Michaela I. und Prinz Wolfgang I. „alles se genn“. Als Häuptling Squaw verlas Maria Schreiner mit der ersten Büttenrede des Abends den Großen der Weltpolitik gehörig die Leviten. Aber auch Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker bekamen ihr Fett weg. Die Minigarde eröffnete die Gardetänze. Sie begeisterten in ihren bunten Kostümen mit einem Candy-Tanz. Die gute Ausbildung der Eicherte-Garden stellten auch die Prinzengarde mit einem Marsch und einem Dschungeltanz, die Juniorengarde im Afrika-Look, das Tanzgeschwader in tollen Kostümen mal klassisch, mal rockig und die Präsidentengarde als Trojanerinnen eindrucksvoll unter Beweis.

Lena Schnur in der ersten Sitzungshälfte und Kiara Herrmann im zweiten Teil feierten als Funkenmariechen ihr Debüt auf der Eichert-Bühne. „Ein Feuerwerk der Bewegung“ bezeichnete der Sitzungspräsident die Auftritte der jungen Damen. Tänzerische und akrobatische Höchstleistungen lieferte auch das Männerballett ab. Es entführte als Seemanns-Trupp auf die Reeperbahn. Den Tänzern wurde alles abverlangt. Das Trio „Mittendrin“ gehört seit vielen Jahren zum Programm der Eicherte. Mit ihren Stimmungssongs heizten sie dem Narrenvolk mächtig ein. Die Eicherte sind für ihre guten Büttenredner bekannt. „De Faulenzer“ betrat im Schlafanzug die Bühne, berichtete aber hell wach vom Umzug nach Saarbrücken, seiner asozialen Nooberschaft und seinem bewegten Arbeitsleben. Dafür erntete er die erste Rakete des Abends. Sandra Neufang und Dennis Kuhn hatten ihre Rede mit Wortspielereien gespickt. So wurden unter anderem aus dem Männerballett ein Bännermallett und aus einer Faschingsparty eine Paschingsfarty. Der Dommpraddler beschäftigte sich mit seiner Groomsches-Schublad, aber auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und seine Lebensgeschichte wurden beleuchtet. Frau Schnitt und Frau Lauch sind Garanten für gute Laune. Sie erzählten vom Besuch beim Frauenarzt und gaben den Ehemännern ordentlich Zunder. Alina Bunk plauderte aus dem Nähkästchen und hatte so einiges aus ihrem ersten Ehejahr und über die Familie zu erzählen. Unvergleichlich ist Jörg Meiser in seiner Paraderolle als „Adobar“. Die Schwiegermutter war immer wieder Thema des Vortrages. Und so stellte er fest: „Macht der Bauer Gift zur Butter, ist die für die Schwiegermutter.“ Eine mitreißende Playbackshow lieferte die Gesangsgruppe „Heck-Meck Stimm weg“ ab und brachte damit den Saal zum Toben.

Das Finale, zu dem alle Mitwirkenden auf die Bühne kamen, gestaltete „Mittendrin“. Mit Ohrwürmern brachten sie die Stimmung auf den Höhepunkt. Mit Standing Ovations dankten die Besucher allen für eine begeisternde Kappensitzung. „Nedd nur unser Prinzenpaar, aach alle annere Akteure hann heut widda alles genn“, zeigte sich Martin Schreiner am Ende mehr als zufrieden.

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