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Kantorin Bettina Nonnweiler aus Hirzweiler feiert Dienstjubiläum

25 Jahre Kantorin : Beschwingt von der Probe nach Hause

Zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Kantorin Bettina Nonnweiler gab es ein besonderes Konzert.

Mittagsmusik vom Feinsten der Chöre der Evangelischen Kirchengemeinde Ottweiler bekamen am Samstag die Konzertgäste in der Evangelischen Kirche Hirzweiler/Welschbach zu hören. Grund für das Konzert war das 25-jährige Dienstjubiläum der Kantorin Bettina Nonnweiler. Dirigiert und an der Orgel begleitet hat sie den Evangelischen Kirchenchor Hirzweiler/Welschbach/Stennweiler/Mainzweiler, den Evangelischen Kirchenchor Ottweiler, den Evangelischen Kirchenchor Steinbach, den Frauenchor TonArt und den Gospelchor „GospelBoat.“ Mit einem wunderschönen Liedrepertoire begeisterten die Chöre; einige Werke hatte Bettina Nonnweiler selbst komponiert. „Wir haben das große Glück, in Ottweiler eine Kantorin zu haben, die uns in Kirchenliedern und Liedern so unterrichtet, wie die Komponistin oder der Komponist sich sein Werk in seiner Zeitepoche vorgestellt hat“, würdigte Margot Rose das Wirken der Kantorin. „Wir Chormitglieder gehen von der Probe beschwingt nach Hause, sind gut durchgeatmet, sind guter Dinge. Oft haben wir noch ein Lied im Kopf, so wie ein Ohrwurm, der uns begleitet“, scherzte sie und lobte ihre wundervollen Variationen des Orgelspiels bei Gottesdiensten. Margot Meiser, stellvertretend für den Kirchenchor „Hi/We/Mai/Sten“, sprach für den sozusagen jüngsten Chor der Kantorin, „allerdings nicht nach dem Altersdurchschnitt“, erklärte sie süffisant lächelnd. Auch sie lobte die sichtlich gerührte Kantorin, die eigentlich um ihre Person nicht so viel Wirbel haben wollte. „Mit viel Geduld und Motivation hast du aus unserer kleinen Truppe von anfangs 16 aktiven Mitgliedern ein recht stimmgewaltiges Ensemble gemacht. Durch deine trickreichen Visualisierungstipps lockerst du unsere Stimmbänder und unser Zwerchfell immer wieder aufs Neue, wenn die Sopran- und Altsängerinnen in ihrem Gesang den Schwung bringen sollen, den sie beim Tanzen mit ihrem Traummann verspüren oder wenn die Männer die einzelnen Silben wie ein Flummi durch den Raum hüpfen lassen sollen.“ Selbst altehrwürdigen Orgeln, deren Klang offensichtlich lange nicht zur Geltung gebracht wurde, entlocke die Kantorin magische Klänge, so dass der Staub der Jahre aus den Pfeifen fliege. Für diese Beschreibung erntete sie viel Applaus und sorgte für eine besondere Stimmung in der Kirche.

Pfarrer Erhard Kern erinnerte an die Vorstellung der Kantorin vor 25 Jahren, als sie zum Orgel vorspielen kam und er sich nach kurzer Vorspielzeit sicher war: „Die isses.“ Die Jubilarin selbst bereut keine Minute ihrer 25 Dienstjahre. „Ich würde auch heute keinen anderen Beruf wählen“, sagte sie, verbunden mit dem Kompliment, dass in der Evangelischen Kirchengemeinde in guten und in schlechten Zeiten alle mithelfen. „Das gefällt mir.“