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Illinger Badespaß wird ein bisschen teurer

Illingen. Angesichts eines Defizits von 690 000 Euro, das die beiden Illinger Schwimmbäder pro Jahr verursachen, beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend eine Erhöhung der bisher sehr moderaten Eintrittspreise. Hoffnungen setzen die Illinger auf ein saarländisches Bäderkonzept. Solveig Lenz-Engel

. Heiterkeitszeit herrschte im Illinger Gemeinderat, auch wenn es durchaus ernste Themen, wie Gebührenerhöhungen bei Bädern und Hallen, zu beraten gab. Am 27. April, wenn der eher wenig erquickende Illinger Haushalt und die Veränderungen in der Ortsmitte auf der Tagesordnung stehen, wird es wohl weniger stimmungsvoll zugehen.

Für die Ratsmitglieder war klar, dass angesichts der Illinger Kassenlage die niedrigen Gebühren nicht gehalten werden können. Es soll aber versucht werden, angesichts der vielen "auswärtigen" Nutzer der Illinger Angebote eine Lösung zu finden, die Illingen entlastet. Hier setzt man auf das saarländische Bäderkonzept, das Teil der Anregungen des Junkernheinrich-Gutachtens zur finanziellen Situation von Land und Kommunen ist.

Einer Meinung war der Rat - unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Armin König - bei der gemeinsamen Resolution "Absoluter Vorrang für Mensch und Natur bei Grubenwasser-Haltung", beantragt von der CDU-Fraktion mit Alfons Vogtel. Es gehe um größtmögliche Transparenz bei den Plänen des Bergbaubetreibers, das Wasser aus Kostengründen nicht mehr aus den ehemaligen Bergwerken herauszupumpen. Die Resolution verweist auch auf die Verpflichtung, den Absinkweiher Hahnwies dauerhaft zu "bespannen", sprich mit Wasser zu füllen. Einen öffentlichen Informationstermin zum Thema solle es am Dienstag, 27. April, in Illingen geben. SPD-Sprecher Guido Jost machte darauf aufmerksam, dass in der bisherigen Diskussion die Problematik des Umweltgiftes PCB kaum Berücksichtigung gefunden habe.

Zustimmung fand der gemeinsame Betrieb einer Schlauch- und Atemschutzwerkstatt in Zusammenarbeit mit Merchweiler und Schiffweiler. Etwas unübersichtlich gestaltete sich die Diskussion um die Unterkünfte der Feuerwehren von Illingen , Uchtelfangen, Wustweiler, Welschbach und Illingen-Ost (Hüttigweiler und Hirzweiler). Die Fraktionsgemeinschaft von SPD , Linken und Grünen, die eine Bestandsaufnahme der Funktionsfähigkeit der Gebäude beantragt hatte, erweckte in Antrag und Diskussion den Eindruck, Illingen , Uchtelfangen, Wustweiler wollten sich eventuell zusammenschließen und Hüttigweiler mit Ost fusionieren. Wofür aber der Bürgermeister (er ist Chef der Wehr) keine Anzeichen sah, ebenso wenig die CDU-Fraktion. Beschlossen wurde aber - vor allem im Hinblick auf das in die Jahre gekommene Illinger Gebäude - die Situation, auch mit Blick auf Förderungs- und Spar-Potenziale, zu überprüfen.

Im Fokus (auf Antrag der Fraktionsgemeinschaft) stand auch die Rasenplatz-Situation. Am Montag, 13. April, 19 Uhr, ist im Rathaus ein Info-Termin mit den Vereinen anberaumt. Bekanntlich sind alle vier Plätze sanierungsbedürftig.

Zum Thema:

Auf einen BlickBetroffen von den Preiserhöhungen in den Illinger Bädern sind nur Saison- und Jahreskarten. Bei den Einzelkarten (Erwachsene zahlen drei Euro , Kinder und Jugendliche zwei Euro ) wird nichts geändert. Eine Erwachsenen Saisonkarte (Freibad) kostet nun 60 statt 54 Euro , Kinder zahlen statt 30 nun 35 Euro . Jahreskarten (für Hallen- und Freibad) werden bei den Erwachsenen statt 120 künftig 150 Euro kosten, Jahreskarten für Kinder kosten künftig 92 statt 80 Euro . Mit diesen Preisen orientiert sich Illingen an den Bädern im Umland. In diesem Zusammenhang sorgte der Hinweis aus dem Rat, dass es angesichts der günstigen Preise in den Illinger Bädern, Leute gebe, die daheim "das warme Wasser abgestellt hätten" für Belustigung. sl