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Illingen bleibt weiterhin beim Leerungszählsystem

Illingen bleibt weiterhin beim Leerungszählsystem

Verwiegen oder die Leerungen der Mülltonne zählen - das Thema geht dieser Tage durch alle Gemeinde- und Stadträte. Und auch in Illingen gab es in der jüngsten Sitzung keine Überraschung: Der Rat war einstimmig dafür, weiterhin die Zahl der Tonnenleerungen als Grundlage der Abfallgebühr zu behalten.

Bürgermeister Armin König (CDU ) verwies auf die Regionalkonferenz des Entsorgungsverbands Saar (EVS) in der Illipse, die "klare Hinweise" für die Kommune gegeben habe, dass ein Umsteigen auf das Alternativsystem des Müllverwiegens künftig zu höheren Kosten für den Bürger führen würde. Guido Jost (SPD ) lobte die EVS-Veranstaltung zum Thema als "sehr informativ". In der Sache war er mit dem Verwaltungschef einig. Da das Verwiegen absehbar teurer werde, sollte die Gemeinde beim Leerungszählsystem bleiben. Stefan Maas, stellvertretender Fraktionschef der CDU , führte aus, der Auftrag des Rates sei es, die Bürger zu vertreten. Er habe keine Tendenzen wahrgenommen, die einen Umstieg rechtfertigen würden. Das Zählsystem sei gerecht und funktioniere. Maas: "Wir sollten keine Experimente wagen."

Der EVS schreibt zum 1. Juli kommenden Jahres das Einsammeln und Befördern des Haus- und Biomülls neu aus. Die in dem Verband zusammengeschlossenen Kommunen müssen sich deshalb derzeit positionieren, welches System für sie ab 2017 gelten soll. Bei der Einführung 2011 hatten nur zwei von 43 zusammengeschlossenen Kommunen das Verwiegesystem gewählt. Nach Angaben des EVS sind die Müllmengen seit der Umstellung landesweit deutlich zurückgegangen, bei der Leerungszählung um 36 Prozent, beim Verwiegen um 50 Prozent.