Wurstmarkt: Hier geht es nicht nur um die Wurst

Wurstmarkt : Hier geht es nicht nur um die Wurst

Der Illinger Wurstmarkt wurde vor 35 Jahren ins Leben gerufen. Und jedes Jahr gibt es was Neues.

Witterungsbedingt herrschten mal wieder die besten Voraussetzungen für ein gutes Gelingen beim Illinger Wurstmarkt, dem einzigen im Saarland. Kaiserwetter und ein kulinarisch vielseitiges Angebot lockten viele Besucher schon bereits zur Eröffnung um 11 Uhr gestern in die City. Ortsvorsteher Wolfgang Scholl eröffnete die Veranstaltung, die zum 35. Mal in Folge stattfand. Er begrüßte besonders herzlich den Initiator Horst Bremerich, der die Super-Idee gehabt hätte, vor 35 Jahren einen „Mantelsonntag“ ins Leben zu rufen. „Wir versuchen jedes Jahr aufs Neue, das Beste aus dieser Veranstaltung zu machen“, sagte Scholl und lobte das Engagement der Mitstreiter Susanne Kirnberger, Marco Pfeiffer, Theo Wilhelm, Michael Dörrenbächer und Andreas Straub.

Dank und Anerkennung gab es sowohl von Scholl als auch vom Beigeordneten Hans-Dieter Schwarz, der in Vertretung von Bürgermeister Armin König vor Ort war, für die ehrenamtlich Tätigen von DRK und THW, für den Einsatz der Polizei und die große Unterstützung der Mitarbeiter des Bauhofes, „die immer zur Stelle sind wenn es gilt, Feste innerhalb der Gemeinde mit zu organisieren“, sagte Schwarz. Ministerpräsident Tobias Hans, der Schirmherr der Veranstaltung, war bundespolitisch gebunden und konnte nicht wie geplant den Fassanstich erledigen. Deshalb gab es eine Premiere. Das Fass wurde vom ungarischen Oberst Gabor Holloci angeschlagen, der zurzeit mit weiteren Mitgliedern des Partnerschaftsvereins aus Buk in Illingen weilt. Eingewiesen wurde er vom Staatssekretär der Justiz, Roland Theis. Der Abgeordnete würdigte das Engagement der Vereine und der Gewerbetreibenden, die Illingen mit Leben erfüllten. „Wir finden es ganz toll, was ihr macht“, sagte Theis und machte den Gewerbetreibenden das Kompliment: „Wir sind gern eure Kunden.“ Er wünschte einen guten Umatz.

Natürlich ging es wieder um die Wurst. Michael Hector von der Firma Kunzler führte hier Regie und präsentierte mit seinem Team jede Menge Wurstspezialitäten. Schlemmen und shoppen in allen Branchen waren am Nachmittag rund um die Festmeile angesagt, die sich vom Rathaus bis zum Kreisel in der Gennweiler Straße erstreckte: im Angebot jede Menge regionale Produkte, Weine, Brot, Käse, Wildspezialitäten, Blumen und Produkte aus Togo. Djemila Afo-Alalai demonstrierte, wie sie Seife macht. Marlene Müller-Stoll war von dem Stand der Afrikanerin total begeistert. „Ich finde es wunderbar, dass Menschen von so weit her uns in Illingen ihre Kultur zeigen“, erklärte sie.

Musikalisch gestalteten der Musikverein Wustweiler-Hüttigweiler, das Blasorchester Illingen, die Bands Blue Summer, Pina Colada und Roto Tom das Bühnenprogramm.

Djemila Afo-Alalai demonstrierte, wie sie Seife macht. Foto: Maria Boewen-Dörr

Ergänzt wurden die musikalischen Beiträge durch individuelle Musikdarbietungen bei der Küchengalerie Meyer mit der Formation Rü und Jupp und auf dem Parkplatz neben dem Stiwi-Gebäude durch die Band big wave and the bandits.

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