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Handball
Zebras starten gegen Saulheim

Eppelborn. Durchschnittsalter gesenkt, Wunschkandidaten geholt und Konzept weiter vertieft: Wo landen die HF Illtal dieses Jahr? Die Meisterschaft ist in Anbetracht der Konkurrenz unrealistisch. Von Lucas Jost

Der Druck lastet auf dem TV Hochdorf. Der Meistertitel in der RPS-Oberliga geht nur über den Absteiger aus der 3. Liga Süd. Das erkennen auch die Handballfreunde Illtal an. „Ich denke, da sind sich die Trainer ziemlich einig, dass Hochdorf der absolute Topfavorit ist. Vor allem auf der Torwart-Position sind sie unglaublich besetzt“, bestätigt Steffen Ecker. Der Illtaler Trainer spielt auf die Verpflichtung von Roko Peribonio an, dessen Dienste sich der TV zur Saison gesichert hat. Peribonio stand unter anderem bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag.


Für Illtal ist das Ziel angesichts der potenziellen Übermannschaft, die eigene Bestmarke erneut zu überbieten. „Unser Ziel ist es, vielleicht punktemäßig nochmal besser aufgestellt zu sein als vergangenes Jahr. Realistischerweise wird es so sein, dass Hochdorf vorne weg marschiert und die SF Budenheim, der SV 64 Zweibrücken und wir dahinter als Verfolgergruppe agieren“, vermutet das Zebra-„Leittier“. Schon am 2. Spieltag kommt es in Hochdorf zum Kräftemessen der Schwergewichte. Die Saison eröffnet Illtal zu Hause am kommenden Sonntag in Eppelborn. In der Hellberghalle ist um 18 Uhr der SG Saulheim zu Gast – und die Saisonvorbereitung endlich abgehakt.

Mit Thomas Dell, einem ehemaligem Handballer, der unter anderem für den TBS Saarbrücken spielte, als Fitness-Guru mutierten die Mittwoche in der Vorbereitung zur Quäl-Einheit. „Ich fand die Vorbereitung anstrengender als in Zweibrücken“, meint zum Beispiel Neuzugang Tobias Alt mit einem Grinsen. Der Linkshänder kam vom SV 64 für die Rechtsaußen-Position. Vom SV kam auch Tom Ihl, ebenfalls Linkshänder. „Das Stadion hat am wenigsten Spaß gemacht“, witzelt der. Aber Ecker lenkt ein: „Das sind immer drei bis vier Wochen maximal. Die Einheiten machen den Jungs Spaß. Das ist von einigen betont worden, dass es super anstrengend war, aber dass es echt Spaß gemacht hat. Gerade die älteren sind da Vorbilder. Da zieht dann jeder mit.“ Außerdem ließ Ecker auch mal Gnade walten ob des extremen Sommers. „Einmal haben wir freitags nicht trainiert“, scherzt der Coach. Mehr Pause gab es aber auch nicht. Schließlich sei körperliche Fitness eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Saison. Außerdem mussten die zwei Neuen in das Spielkonzept integriert und selbiges ausgebaut werden.



Für Sonntag sieht sich der Taktikfuchs gut aufgestellt. „Die Leistungen in den Testspielen waren recht gut. Da müssen wir anknüpfen. Es ist ein ganz normales Spiel. Wir müssen die Balance finden zwischen Anspannung und Gelassenheit, Nervosität und Motivation.“