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Gemeinderat
Harmonie trotz Wahlkampf im Illinger Rat

Illingen. Geht es nach dem Illinger Rat, soll  „Welschbacher Alm“ künftig als Anlaufstelle an den beiden Themenwegen in der Gemeinde dienen.

(red) Eine überschaubare Tagesordnung hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu bewältigen. Und trotz Wahlkampf verlief alles sachlich und harmonisch ab, alle Abstimmungen fielen einstimmig aus.



Zu Beginn der Sitzung verpflichtete Bürgermeister Armin König (CDU), Caroline Krichbaum aus Welschbach als neues Mitglied der SPD-Fraktion. Sie rückte Anfang Juli für Elfi Kleiß-Schroth nach, die ihr Mandat zurückgegeben hatte und der Bürgermeister König für ihre engagierte Tätigkeit dankte.

Sein Bericht drehte sich insbesondere um Belange der Feuerwehr. Hier konnte er die baldige Lieferung von zwei Fahrzeugen für die Löschbezirke Illingen und Ost ankündigen. Außerdem müsse man an eine Lösung für die Drehleiter herangehen, deren Finanzierung mit rund 750 000 Euro zu Buche schlage.

Mit dem Abschluss eines Durchführungsvertrages und dem Satzungsbeschluss des Vorhabenbezogenen Entwicklungsplanes für das geplante Ärzte- und Dienstleistungszentrum im Illgrund werde „eine langjährige Problemfläche nunmehr in einem unkomplizierten Verfahren einer überzeugenden Lösung zugeführt“, so König. Gerhard Meiser (SPD) ergänzte, dass man bereits dreimal vor Lösungen gestanden habe, nunmehr aber einen städtebaulich geordneten Bereich unterhalb des Eiscafés erreiche, der sich hervorragend in die Entwicklung des Ortskerns einfüge.

Ohne Gegenstimmen beschlossen wurden auch die Ergänzungssatzung „Malzbachstraße“ in Uchtelfangen, wo innerorts zwei Baustellen neu geschaffen werden, und die Einleitung des Bauleitplanverfahrens für die geplante Wanderhütte am Sportplatz Welschbach. Hier soll die „Welschbacher Alm“ künftig eine Anlaufstelle an den beiden Themenwegen „Rund ums liebe Vieh“ und „Der Bergmann nach der Schicht“ bieten. Der Zustand der Friedhofshalle Uchtelfangen ist schon seit Monaten Beratungsgegenstand in den Gremien. Das undichte Dach führen insbesondere im Bereich des Schaugangs zu erheblichen Wassereintritten und unwürdigen Situationen, wie der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Maas ausführte. Daher besteht dringender Handlungsbedarf, begründete er den Antrag der CDU auf umgehende Maßnahmen zur Behebung der Mängel zunächst im Bereich der Dacheindeckung. Guido Jost, Fraktionsvorsitzender der SPD, kritisierte, dass sich die Friedhofskommission noch nicht eingehend mit der Situation der Friedhofshallen in der Gemeinde befassen konnte und forderte ein entsprechendes Konzept ein. Dieses müsse sich daran orientieren, dass die Feuerbestattungen stark ansteigen würden und ein erheblicher Sanierungsstau im Bereich dieser Einrichtungen entstanden sei. Dennoch stimmte die Kooperation zu, mit einem ersten Mittelansatz von 25.000 Euro eine Notmaßnahme im Bereich des Schaugangs und der Kühlkammern zu gewährleisten.



Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Rat die Umbesetzung von Ausschüssen sowie eine außerplanmäßige Ausgabe im Wirtschaftsplan des Regiebetriebs Feuerwehr. Damit kann die im Rahmen der Einrichtung des kommunalen Lagezentrums noch in diesem Jahr vorgesehene Umrüstung eines Mannschaftstransportfahrzeuges des Löschbezirkes Ost zum Einsatzleitwagen erfolgen. Die Gesamtkosten von rund 58 000 Euro werden mit einer Bedarfszuweisung des Landes und einem Zuschuss aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanziert. Und zu den guten Nachrichten gehörte dann auch die Information des Illinger Verwaltungschefs, dass der Gemeinde für das Jahr 2017 aus Mitteln des Kommunalen Entlastungsfonds eine Summe von 591 000 Euro bewilligt wurde, die zur Tilgung von Darlehen herangezogen wird.