Großer Feiertag für die Polizei

Großer Feiertag für die Polizei

Die Polizei im Saarland hat Nachwuchs bekommen. 110 junge Kommissaranwärter legten in einer Feierstunde feierlich ihren Diensteid ab. Innenminister Klaus Bouillon überreichte die Ernennungsurkunden.

. Das Saarland hat 110 neue uniformierte Staatsdiener. Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) überreichte gestern bei einem vom Polizeimusikorchester gestalteten Festakt 48 Frauen und 62 Männern die Ernennungsurkunden zum Polizeibeamten auf Widerruf. Vor den 110 Kommissaranwärtern steht ein dreijähriges Fachhochschulstudium mit Praktika in Polizei-Inspektionen.

Ines Bassalik aus Lebach ist mit 17 Jahren die jüngste der 110 Nachwuchspolizisten. Am Tag ihres Mathematik-Abiturs hatte sie erfahren, dass sie die anspruchsvolle Auswahlprüfung gemeistert hat. Sie erwartet einen "super abwechslungsreichen Job, der nicht nur Büroarbeit bedeutet, nie langweilig wird und in dem ich viele Erfahrungen sammeln kann." 1107,21 Euro brutto überweist der Staat ihr als Monatsgehalt in den drei Studienjahren bis zum Diplomabschluss. 19 Jahre älter ist ihr Kollege Thomas Vahrenkampf (36). Der Zeitsoldat und Hauptfeldwebel aus Lebach-Landsweiler hat die Uniform gewechselt. Die Bundeswehr finanziert dem Vater von drei Kindern in der Ausbildung den Lebensunterhalt maßgeblich mit. "Vorbildfunktion, mit Menschen umzugehen und zu helfen" nennt er als die Hauptgründe, weshalb er zur Polizei wollte. Vahrenkampf und Bassalik legten dann vor der Bühne in der Illinger Illipse aus mit allen Anwärtern den Diensteid auf das Grundgesetz und die Verfassung des Saarlandes ab.

Landespolizeipräsident Norbert Rupp rief einen "Feiertag für die Polizei " aus. Einstellungen in dieser Größe gab es zuletzt 2010. An die Adresse der Nachwuchskräfte sagte er: "Sie legen den Grundstein für Ihre Polizeikarriere. Wir werden in Zukunft einiges von ihnen verlangen." Komplimente machte Rupp seinem Chef, Innenminister Bouillon , den er für die Personalverstärkung und die verbesserte Ausstattung lobte. Bouillon gab den Dank an Politiker aller Parteien im Landtag weiter, beim Thema Polizei sei man sich meist einig. Er hoffe auf Unterstützung für das neue Ausbildungs- und Einsatztrainingszentrum. Den Anwärtern versprach er: "Wir werden alles tun, um sie im Einsatz zu schützen." Polizeidekan Rolf Dillschneider mahnte die Anwärter, sich stets der Rechtmäßigkeit ihres polizeilichen Handelns zu vergewissern.