Grombeermarkt : Gar königlich ging’s zu im „essbaren Dorf“

Grombeer-Markt in Wustweiler bot neben Gerichten aus der Kartoffel auch Spaß für Groß und Klein.

Auf dem Festplatz vor der Seelbachhalle drehte sich am Samstag alles um die Knolle, die aus den südamerikanischen Anden um 1600 durch Seefahrer nach Europa gebracht wurde. Die Stände der teilnehmenden Vereine und Verbände waren wie ein Rondell aufgebaut. Fleißige Hände servierten richtige Hausmannskost, wie Grombeerkiechelcha, Grombeersopp, Schaales, Kartoffelsteaks, Folienkartoffeln, Grombeerwaffeln, Lyonerpfanne und Eierschmeer. Mittendrin informierten die Imker über die Zeitgeschichte der Honigherstellung und verteilten Kostproben. Ortsvorsteher Knut Kirsch, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereine, Marie-Luise Herber, und Bürgermeister Armin König gaben den Startschuss für den Grombeermarkt. Kirsch lobte die Initiative der Familie Spreitzer, die den Markt vor vier Jahren initiierte. König sagte. „Dieses Grombeerfeschd passt zu Wustweiler, das jetzt auch ‚essbares Dorf’ ist.“ Auch er lobte die Leistung von Matthias Spreitzer und seiner Familie. „Was sie hier angebaut und aufgebaut haben, ist klasse. Heimische Kartoffel, hier nachhaltig angebaut, sind das Kontrastprogramm zur industriellen Massenprodukten von Lebensmitteln.“ Hier wisse man, was man für sein Geld bekomme. „Und das schmeckt auch.“ Dieses Kartoffelfest sei ein gutes Stück Heimat. „Kompliment, auch an die Vereine, die das mit organisieren“, sagte König. Königlich präsentiert wurden im Anschluss die Ernteergebnisse mit der Kartoffelkönigin Anna Scholtes und der Kartoffelprinzessin Anna Maurer und dem Kartoffelprinz Nick Maurer, die auf einem Traktoranhänger einige Runden über das Festgelände drehten. Marie-Luise Herber hatte mit ihrem Team im Nutzgarten, der für alle Bürger zugänglich ist, Kräuter geerntet und liebevoll verpackt. Pizzagewürz, Zitronenverbene-Zucker, Kräutersalz Ysop aus dem „essbaren Dorf“ bot das Team in Kräutertütchen an.

Die freiwilligen Helfer waren pausenlos im Einsatz, wie beispielsweise Peter Graf von den Kochlöffelfreunden, der trotz der großen Herausforderung mit Begeisterung die Grombeerkiechelcha in heißem, spritzendem Fett gar werden ließ. Natürlich deckten sich die Besucher mit Kartoffeln für den Winter ein. Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg die Zeit vertreiben.

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