Gerätehaus muss dringend saniert werden

Illingen · Die Illinger Feuerwehr macht mobil: Sven Haben, der Vorsitzende des Fördervereins des Löschbezirks Illingen und gleichzeitig dessen Löschbezirksführer, beklagt massiv die Zustände im „maroden“ Feuerwehrgerätehaus an der Schulstraße.

 Das Illinger Feuerwehrgerätehaus ist nicht nur nach Einschätzung der Unfallkasse Saar nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Foto: Andreas Engel

Das Illinger Feuerwehrgerätehaus ist nicht nur nach Einschätzung der Unfallkasse Saar nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Foto: Andreas Engel

Foto: Andreas Engel

. "Das Feuerwehrgerätehaus Illingen ist zurzeit das marodeste Gerätehaus der Gemeinde und entspricht schon lange nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen", schreibt der Förderverein in einer Pressemitteilung. Eine ausreichende Unterbringungsmöglichkeit für die hochwertige technische Ausstattung sei nicht mehr vorhanden. Es gebe keine getrennten Umkleide- und Duschmöglichkeiten für weibliche und männliche Kräfte. Bereits im Jahre 1998 sei ein Antrag auf Neubau/Umbau des Gerätehauses gestellt worden.

Mängelbericht liegt bereits vor

Im Jahre 2003 fand eine Begehung der UKS (Unfallkasse des Saarlandes) statt, die die Sicherheit des Illinger Gerätehauses beanstandet hat. Die UKS hat ihren Mängelbericht an die Gemeindeverwaltung versandt, ohne dass hierauf jedoch in gebührender Weise reagiert worden sei.

Sven Haben kritisiert in diesem Zusammenhang "mangelnde Bereitschaft der politisch Handelnden in Illingen , die Missstände zu beseitigen". Bürgermeister Armin König signalisiere zwar Hilfsbereitschaft, doch ohne die entsprechenden Beschlüsse im Gemeinderat gehe es nicht voran.

Auch weitere Beanstandungen der UKS in den Jahren 2005 bis 2012 - auch die Androhung von Sanktionen - führten nicht zu Verbesserungen, so Sven Haben. Auf Druck der UKS wurde allerdings im Jahr 2013 durch die Gemeindeverwaltung der Beschluss gefasst, einen Fahrzeugeinstellplatz in der oberen alten Halle umzubauen. Im Jahre 2014 wurde der Umbau durchgeführt.

All dieses Flickwerk ändere jedoch nichts am trotz der Eigenleistungen der Wehrleute schlechten Allgemeinzustand des Hauses, so die Mitteilung weiter. So sei auch die Heizungsanlage defekt, der Kohlendioxid-Ausstoß wesentlich zu hoch. Weiterhin gebe es keine Möglichkeit, kontaminierte Kleidung nach einem Einsatz fachgerecht zu reinigen.

Wunsch nach einem Neubau

Der Neubau eines Feuerwehrgeräthauses für den Löschbezirk Illingen mit seinen 55 Einsatzkräften (Wunschstandort ist eine Freifläche neben dem Energis-Gebäude in der Gymnasialstraße) wäre nach Einschätzung des Fördervereins kein Luxusprojekt, sondern "schlicht eine Notwendigkeit im Interesse aller Illinger Bürger". An die Vertreter aller politischen Parteien in Illingen sowie an die Gemeindeverwaltung ist der Appell gerichtet: "Lasst den Worten endlich Taten folgen."

Zur Erinnerung: In der Haushaltssitzung des Illinger Gemeinderates im April hatte die Mehrheitsfraktion aus SPD , Links-Partei und Grünen sich für eine gründliche Untersuchung des Gebäudes stark gemacht, die CDU präsentierte einen Finanzierungsvorschlag für einen Neubau, konnte sich damit im Rat aber nicht durchsetzen. Alle waren aber einig, dass die Feuerwehr im wichtigen Löschbezirk Illingen zurzeit schlechte Arbeitsbedingungen hat.

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