Gemeinderat Illingen zeigte sich sehr einig

Letzte Sitzung des Jahres : Ereignisreiches Jahr erfolgreich abgeschlossen

In der letzten Sitzung des Illinger Gemeinderates im alten Jahr wurde recht zufrieden auf das abgelaufene Jahr zurückgeblickt.

„Es war ein spannendes, ein ereignisreiches, ein erfolgreiches Jahr für Illingen“, stellte Bürgermeister Armin König zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Freitag in seinem Bericht, in dem er gleichzeitig auf das zu Ende gehende Jahr zurückblickte, zufrieden fest. Die Eröffnung des Rewe-Marktes in der Brauturmgalerie (wir berichteten)  bezeichnete der Verwaltungschef als einen Meilenstein für die Gemeinde. „Mit dem unternehmerischen Mut haben Investoren und Kaufleute der Gemeinde Illingen neue Perspektiven eröffnet“, lobte der Bürgermeister das Engagement und dankte allen, die mit langem Atem dazu beigetragen haben, dass nach 17 Jahren das Thema „Höllgelände“ zu einem guten Ende geführt wurde.

Ein weiterer Meilenstein sei die Sanierung der Illtalhalle. „Auch wenn mir der Hüttigweiler Ortsvorsteher des Öfteren in die Parade fährt, danke ich Guido Jost, dass er mit mir gemeinsam um die Hüttigweiler Sporthalle kämpft“, sagte Armin König. Bei der Realisierung der Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser wünscht sich König, dass nicht gegeneinander, sondern miteinander gearbeitet wird. Im Verlaufe der Sitzung sollten diese Projekte noch Thema werden.

Der CDU-Fraktionssprecher Alfons Vogtel würdigte das Engagement der Investoren der Brauturmgalerie. „Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand in Projekte investiert, die auch mit Risiken verbunden sind“, stellte Vogtel fest. Kritisch bewertete er die Bäderproblematik. Illingen stelle die Einrichtungen, die auch von Bewohnern der benachbarten Gemeinden genutzt werden, ohne dass sich diese Kommunen an den Kosten beteiligen.

Der SPD-Sprecher Guido Jost bedauerte, dass außer der Behindertenbeauftragten der Gemeinde, Helma Wagner, keine weiteren Bürger die Gemeinderatssitzung besuchten, „obwohl wichtige Themen auf der Tagesordnung stehen“. Lobte Jost die Fortschritte bei der Sanierung der Illtalhalle, so kritisierte er in gleichem Maß die Verzögerung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses Ost. Hier sieht er den Bürgermeister in der Pflicht. Die Eröffnung des neuen Rewe-Marktes ist für Gerhard Groß (Die Linke) das Highlight des Jahres. Hans Peter Metzinger (Bündnis 90/ Die Grünen) stellte die Weiterentwicklung der Gemeinde fest. „Obwohl die finanziellen Mittel eingeschränkt sind“, sagte Metzinger.

Bei den nachfolgenden Tagesordnungspunkten wurden einstimmige Beschlüsse gefasst. So über die Sanierungsmaßnahmen am Gebäude der katholischen Kindertagesstätte Illingen und bei der Vorplanung von baulichen Maßnahmen im Bereich der Grundschule. Der Bebauungsplan „Wohnbebauung Ende Rothöllstraße (Welschbach) wurde ebenso beschlossen wie der Bebauungsplan „Wanderhütte am Sportplatz“ in Welschbach. Die Straße „Schwarzer Weg“ wurde in „Arnold-Fortuin-Straße“ umbenannt und als öffentliche Straße umgewidmet.

Standen auf der Tagesordnung des Illinger Gemeinderates zunächst nur unproblematische Punkte zur Beschlussfassung, ließen die nachträglich eingereichten und zusätzlich aufgenommenen Tagesordnungspunkte (Anträge der Kooperation von SPD, Die Linke und Bündnis 90 Die Grünen und der CDU-Fraktion), jeweils zum Thema „Neubau der Feuerwehrgerätehäuser“, Ärger befürchten. War es der Weihnachtsfrieden oder siegte der Wille zum gemeinsamen Handeln? Ganz gleich, am Ende der letzten diesjährigen Sitzung des Illinger Gemeinderates fanden die Räte, nach kontrovers geführten Diskussionen, zu einem für alle Seiten zufriedenstellenden Kompromiss. So wurde einstimmig beschlossen, die Feuerwehrführungskräfte im weiteren Planverfahren des Feuerwehrgerätehauses Ost einzubeziehen. Die nächste Sitzung der Brandschutzkommission ist für Mittwoch, 19. Dezember, vorgesehen.

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