Gemeinderat Illingen will Ideen für Feuerwehrgerätehaus Ost sammeln

Gemeinderat Illingen : Architekten-Wettbewerb fürs Gerätehaus

Der Gemeinderat Illingen diskutierte über den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Ost in Illingen.

Der Bau des Feuerwehrgerätehauses Ost beschäftigt den Illinger Gemeinderat schon geraume Zeit. Und wird ihn wohl auch noch eine ganze Weile beschäftigen. In der jüngsten Ratssitzung sorgte das Thema erneut für eine Debatte (die SZ berichtete bereits). Die Kooperation von SPD, Linken und Grünen hat sich für einen Wettbewerb stark gemacht (der letztlich auch Unterstützung fand), um eine architektonische Idee für das künftige Gebäude zu entwickeln. Denn es gibt am favorisierten Standort neben der alten, nicht mehr genutzten evangelischen Kirche ein Problem. Der Denkmalschutz hat bislang keine positive Stellungnahme zu dem Vorhaben abgegeben. Das sei auch schwierig, heißt es in der Begründung des Antrags, da „weder ein Baufenster für das Bauvorhaben in den Planentwürfen eingezeichnet war, noch eine Beschreibung des Feuerwehrgerätehauses aus den Unterlagen hervorging“. Über einen Wettbewerb, so der Antrag der Kooperation, solle nun eine Lösung gefunden werden, die „zum einen den Ansprüchen der Feuerwehr Genüge tut und zum anderen Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt.“

Entwürfe von drei bis vier Architekturbüros, erläuterte SPD-Fraktionschef Guido Jost, solle die Verwaltung heranziehen. Dies könne in vier bis sechs Wochen erledigt sein und um die 20 000 Euro kosten. Zwei Optionen sah er: Das Kirchengebäude mit in den Bau für die Feuerwehr einbeziehen. Also etwa für Schulungen zu nutzen. Oder aber, wenn das Denkmal nicht gut zu integrieren wäre, mit dem Neubau so weit wie möglich von ihm abzurücken, damit die Denkmalschützer keine Einwände hinsichtlich der Optik machen. CDU-Fraktionschef Alfons Vogtel zeigte sich skeptisch: „Offen gestanden habe ich erhebliche Bedenken.“

Mit einem Ideenwettbewerb nehme die Gemeinde viel Geld in die Hand, das im aktuellen Haushalt nicht vorgesehen sei. Vogtel regte an, alternativ über einen „Plan B“ nachzudenken. Den er, wie der Christdemokrat unumwunden zugab, derzeit selbst auch noch nicht habe. Seine Befürchtung: Wenn der Denkmalschutz auf diesem Gelände mitspreche, könne es mit dem Neubau für das Feuerwehrhaus schwierig werden.

Guido Jost brachten die Einwände auf Touren: „Es tritt genau das ein, was ich befürchtet habe. Wir suchen seit drei Jahren nach einem Alternativstandort.“ Wie werde es bei den Feuerwehrkameraden ankommen, wenn jetzt wieder von vorne begonnen werde, fragte er ins Plenum. Sein Parteikollege Gerhard Meiser fügte hinzu: „Diese Stelle ist für das Feuerwehrgerätehaus optimal. Warum sollen wir den Wettbewerb nicht machen? Die Mittel dazu werden wir haben, das bekommen wir hin.“

Nach einer Sitzungsunterbrechung und fraktionsinterner Diskussion lenkte die CDU ein. Vogtel wiederholte zwar seine Bedenken und sprach mit Blick aufs Landesdenkmalamt von „hartleibigen“ Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Mit dem Zusatz, auch weiter einen Plan B zu prüfen, schloss sich seine Fraktion der Idee eines Architektur-Wettbewerbs an.