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Gemeinde Illingen bereitet mögliche Freibad-Saison vor

Einschränkungen unvermeidlich : Wie kann die Freibad-Saison doch noch gerettet werden?

Gemeinde Illingen spielt vorsorglich alle Möglichkeiten für Öffnung des Sonnenborn-Bades durch. Mit Einschränkungen und Mehrkosten ist zu rechnen.

(red) Zwar gibt es im Saarland noch kein Signal aus der Politik, dass die Freibäder in diesem Jahr überhaupt geöffnet werden können. Wie Illingens Bürgermeister Armin König am Dienstag mitteilte, beraten er und sein Team derzeit allerdings intensiv über Möglichkeiten, wie das Freibad Uchtelfangen betrieben werden kann, wenn die Landesregierung die Freibäder öffnet. „Wir sehen das jetzt als Option“, sagt König, nachdem er in den letzten Wochen sehr skeptisch gewesen sei. Bisher gebe es Anschauungsmaterial in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Schwimmverband und die Deutschen Gesellschaft für das Badewesenhaben haben Leitlinien entwickelt, die von den Saar-Kommunen studiert werden (SZ vom 19. Mai). Es existieren unterschiedliche Vorlagen von nordrheinwestfälischen Kommunen, Ideen, die kooperativ im Saarland entwickelt wurden und Vorschläge des Illinger Bäder-Teams, teilt der Verwaltungschef mit. „Das ist ein schöner Fundus“, sagt der Bürgermeister und Bäderbetriebsleiter, der selbst begeisterter Schwimmer ist.

Ergänzend schreibt er: „Momentan ist die Öffnung ja noch nicht möglich, und das ist okay so angesichts der Corona-Lage. Außerdem brauchen wir Vorlauf. Wenn es Öffnungen gibt, ist mit Einschränkungen zu rechnen.“ Das könnten sein: Begrenzter Zugang, Höchstzahl von Besuchern pro Stunde oder Zeiteinheit, kontrollierter Zugang, eingeschränkte Benutzung von Einrichtungen, Zeitbegrenzung mit anschließender „Generalpause“ zur Zwischenreinigung und Desinfektion und Bahnenbegrenzung mit Leinen-Abtrennung. Auch eine Änderung der Tarife komme in Betracht, zudem sei ein verstärkter Personaleinsatz nötig. Ebenso die Trennung der kommenden und der gehenden Badbesucher und gegebenenfalls die Vorbuchung von Schwimmzeiten und eine eingeschränkte Nutzung der Liegewiese.

Die Verwaltung spiele intensiv alle Möglichkeiten der Öffnung durch. „Aber wenn es eine Freibadsaison gibt,“ betont der Bürgermeister, „ist es keine Freibadsaison wie bisher.“ Andererseits sei eine etwas andere Saison besser als keine Saison.

Derzeit ist noch kein Wasser im Becken des Uchtelfanger Bades. Deshalb brauche die Verwaltung den Vorlauf. Außerdem müsse die Besucherbegrenzung organisatorisch umgesetzt werden.