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Fünf Parteien stellen sich zur Wahl

Illingen. 14 895 Wähler sind am Sonntag, 7. Juni, aufgerufen, die Mitglieder des Gemeinderates sowie der sechs Ortsräte der Gemeinde Illingen neu zu bestimmen. 614 davon geben zum ersten Mal ihre Stimme ab. Fünf Parteien mit insgesamt 114 Kandidaten, darunter 39 Frauen, zwischen 20 und 73 Jahren konkurrieren um die 33 im Gemeinderat zu vergebenen Plätze Von SZ-Mitarbeiter Michael Stephan

Illingen. 14 895 Wähler sind am Sonntag, 7. Juni, aufgerufen, die Mitglieder des Gemeinderates sowie der sechs Ortsräte der Gemeinde Illingen neu zu bestimmen. 614 davon geben zum ersten Mal ihre Stimme ab. Fünf Parteien mit insgesamt 114 Kandidaten, darunter 39 Frauen, zwischen 20 und 73 Jahren konkurrieren um die 33 im Gemeinderat zu vergebenen Plätze. Die Altersgruppe der 51- bis 60-Jährigen ist dabei am stärksten vertreten. Neben den derzeit im Kommunalparlament sitzenden Parteien CDU und SPD treten auch die FDP und Bündnis 90/Die Grünen an, die bei der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren noch den Sprung in den Rat mit jeweils 3,6 Prozent verfehlt hatten. Auf Grund der abgeschafften Fünfprozenthürde würde dieses Ergebnis 2009 allerdings für jeweils einen Sitz ausreichen. "Wie viel Stimmen man genau braucht, hängt von der Wahlbeteiligung ab", erläutert der stellvertretende Gemeindewahlleiter Elmar Meiser. Darüber hinaus tritt in Illingen auf Gemeindeebene erstmals auch die Partei Die Linke an. Auf der Ebene der Ortsräte müssen die beiden "großen" Parteien CDU und SPD dagegen nur in Illingen und Wustweiler mit der FDP und den Linken sowie in Uchtelfangen mit der FDP konkurrieren. In Hüttigweiler, Hirzweiler und Welschbach dagegen treten sie nur gegeneinander um die Mehrheit im Ortsrat und damit auch um das Amt des Ortsvorstehers an. In Illingen sind 13 Sitze zu vergeben, in Uchtelfangen, Hüttigweiler und Wustweiler jeweils elf und in Hirzweiler und Welschbach jeweils neun. 161 Kandidaten, darunter 40 Frauen, wollen diese Plätze einnehmen. Meiser: "In Uchtelfangen hätte man bei der letzten Wahl rund sieben Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen müssen, um einen Sitz zu erhalten. In den kleineren Orten wird es noch schwerer." Gewählt wird am 7. Juni zwischen acht und 18 Uhr in 22 Wahllokalen. Drei Wahllokale haben sich im Vergleich zur Wahl von vor fünf Jahren geändert: Statt im katholischen Pfarrheim wird in Illingen 2009 in der Illipse gewählt. Wahl in der SporthalleUnd in Hirzweiler und Welschbach sind nicht mehr die Schulen, sondern die Sporthallen Ort des Wahlgeschehens. "Alle Wahllokale bis auf eines sind barrierefrei", betont Meiser. Zusätzlich gibt es drei Briefwahlbezirke. Die Wahlbenachrichtigungskarten werden voraussichtlich noch in dieser Woche an die Wähler verschickt. Mit ihnen kann man auch die Briefwahl beantragen. Einen solchen Antrag kann man aber auch über die Internet-Seite der Gemeinde stellen. Eine E-Mail mit Namen, Anschrift und Geburtsdatum sowie der auf der Wahlbenachrichtigung angegebenen Wählerverzeichnisnummer an die Adresse wahlamt@illingen.de funktioniert ebenfalls.



Auf einen BlickEine ähnliche Altersstruktur wie bei den Kandidaten für den Illinger Gemeinderat (siehe Grafik) kann man bei den Kandidaten für die Ortsräte feststellen. Hier sind 20 der Kommunalpolitiker zwischen 21 und 20 Jahre, 13 zwischen 31 und 40 Jahre, 43 zwischen 41 und 50, 49 zwischen 51 und 60 Jahre und 36 über 61 Jahre alt. mgs