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Fit4Charity sagt „ade“ zum Mittelalter

Vorbei : Fit4Charity sagt „ade“ zum Mittelalter

In Illingen wird es keinen Mittelalter-Markt mehr geben. Das hat Mitinitiator Benjamin Kiehn vom ausrichtenden Verein Fit4Charity der Saarbrücker Zeitung erzählt. Seit 2009 gab es den Markt, er hatte sich zur größten Veranstaltung in der Gemeinde gemausert.

War neben der Fark, dem Fantasie- und Rollenspiel-Konvent, eine der größten Veranstaltungen des gemeinnützigen Vereins. Mit der ersten Fark im Jahr 2013 war die Arbeit für den Verein immens geworden. Einmal fanden beide Veranstaltungen sogar im selben Jahr statt. Dann hat man sich auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus verständigt. Dieses Jahr ist wieder die Fark dran, vom 23. bis 25. August an bekannter Stätte in Landsweiler-Reden auf dem Gelände rund um die Wassergärten (wir berichteten). Den Mittelalter-Markt gab es demnach zuletzt im Mai  2018. Verabschiedet hat er sich mit einem überwältigenden Ergebnis. Mit 26 000 Besuchern war der Zuspruch zwar etwas geringer als zwei Jahre zuvor ausgefallen, er brachte aber 30 000 Euro Spenden zusammen – 5000 Euro mehr als 2016 und damit für die Veranstaltung ein Rekord. Das Geld ging neben mehreren lokalen Einrichtungen wie Kindergarten und Feuerwehr an Projekte, die sich für Inklusion engagieren.

„Wir können mit unseren engagierten ehrenamtlichen Helfern momentan nicht mehr dies alles stemmen. Und große Mittelalter-Märkte gibt es ja im Umkreis viele“, erklärt Kiehn die Entscheidung des Vereins. Gefreut hat ihn die Reaktion von Bürgermeister Armin König, der, obwohl er damit das größte Event seiner Gemeinde verliere, vollstes Verständnis gezeigt habe, sich für das große Engagement der Ehrenamtler in einem Brief bedankt hat. Das heißt für Fit4Charity, sich auf anderes zu konzentrieren, wie den Cosplay-Ball und den Nerd-Flohmarkt, der in diesem Jahr erstmals stattfand und ein Riesen-Erfolg wurde. Kiehn selbst hat mit Karsten Wolter für 2020 die Buchmesse Saar initiiert (wir berichteten). Die Fark 2021 ist ebenfalls sicher. „Für 2022, da habe ich schon was Neues im Auge“, macht Kiehn neugierig.