Finanzen bestimmen die Ratssitzung

Illingen · Die Gemeinde Illingen erhält zwei neue Feuerwehrgerätehäuser und dazu eine umfangreiche Förderung vom Land. Darüber informierte Bürgermeister Armin König in der jüngsten Sitzung. Weitere Themen: Straßensanierung und der geplante Wertstoffhof.

. Bezüglich der beiden neuen Feuerwehrgerätehäuser für die Gemeinde Illingen ist nun klar, wie es weitergeht - wie Bürgermeister Armin König (CDU ) gegen Ende der Gemeinderatssitzung am Donnerstag (wir berichteten) erklärte, dank eines Gesprächs zwischen dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Guido Jost, König selbst und dem saarländischen Innenminister Klaus Bouillon . Das Gespräch organisiert hatte Jost, auch Ortsvorsteher von Hüttigweiler, der die Einzelheiten erläuterte: "Es ist nun sicher, dass das Gaswerk den Bau übernehmen kann." Diesen Plan verfolgt man wegen der klammen Kassen - die Gemeinde will die Häuser dann vom Gaswerk anmieten. Zunächst hatte man Bescheid bekommen, das sei nicht möglich. Außerdem, so Jost, habe Bouillon eine Förderung von 60 Prozent bei einer Deckelung von zwei Millionen Euro zugesagt. Auch klar ist seit dem Gespräch die Reihenfolge der Neubauten: 2017 kommt das Gerätehaus Ost (Ersatz für das Gerätehaus Hüttigweiler), 2018 das Gerätehaus Illingen . Grund ist die Sanierung der Hüttigweiler Illtalhalle, an die das Gerätehaus anschließt. Um Berliner Fördermittel nutzen zu können, müssen die Arbeiten hier sehr schnell vorangehen, und um sie überhaupt zu ermöglichen, muss das Feuerwehrgerätehaus abgerissen werden. Jost betont: "Es handelt sich also um eine ganz sachliche, faktenbasierte Entscheidung."

Des Weiteren segnete der Rat über- beziehungsweise außerplanmäßige Ausgaben ab: für die Sanierung der Karlstraße und für die Erschließung des vom EVS geplanten Wertstoffhofes im Gewerbegebiet A1-Interkommunal. Für die Karlstraße stehen Restzahlungen von rund 51 000 Euro aus, zur Verfügung standen jedoch nur noch 26 500 Euro . Für die Erschließung des Wertstoffhofs waren im Haushalt gar keine Mittel eingestellt, da die Planungen erst im März im Bauausschuss vorgestellt wurden. Für 30 000 Euro soll das Gelände nun erschlossen werden. Danach wird es an den EVS verpachtet. Die Ausgaben für beide Projekte können durch eine Zuweisung von rund 77 000 Euro gedeckt werden, die man für die Karlstraße erhalten hat und die im Haushalt bisher nicht aufgeführt war.

Thema waren auch die Finanzen des Freizeit-, Hallen-, und Bäderbetriebes: Der Rat stellte den Jahresabschluss für 2014 fest, der einen Verlust von rund 1,9 Millionen Euro aufweist. Das Ergebnis hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr um rund 68 000 Euro verbessert. Als Grund nennt die Verwaltung niedrigere Material-, Betriebs- und Zinsaufwendungen .

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort