Gärten: Farbenfroher Lohn für harte Arbeit

Gärten : Farbenfroher Lohn für harte Arbeit

Marga und Josef Gabriel aus Illingen haben sich in ihrem Garten ein pardiesisches Plätzchen geschaffen.

Ganz schön früh aufstehen hieß es an diesem Sonntagmorgen für Marga und Josef Gabriel aus Illingen. Denn, das weiß das Paar aus seinen Erfahrungen, die ersten Besucher beim Tag der offenen Gartentür sind immer schon gegen zehn Uhr am Morgen da. „Wenn man da alles schön vorbereiten möchte, klingelt der Wecker um halb sechs“, verrät Marga Gabriel. Der rund 1100 Quadratmeter große Garten in der Primsstraße in Illingen wird an diesem Tag bei den Gabriels mit einem Flohmarkt, kleinen Leckereien und einem Pflanzenverkauf präsentiert. Zum dritten Mal war das Paar dabei, die Besucherzahlen, sagt die Gartenliebhaberin, haben sich über die Jahre gesteigert, vor allem sei das Publikum mittlerweile sehr altersgemischt. „Natürlich hört man auch, dass der Garten so viel Arbeit sei. Doch, jeder will Bienen und Schmetterlinge, doch Gartenarbeit ist den meisten zu viel“, erklärt Marga Gabriel, die für die „pflegeleichten Steingärten“ wenig Verständnis hat.

Bei den Eheleuten lädt bereits der Vorgarten zum Verweilen ein. Hier hat der 46 Jahre alte Herrmann, ein Buchsbaum, seinen Ehrenplatz – er wird gehegt und gepflegt. Neben den Stauden im Vorgarten sind zahlreiche bäuerliche Elemente arrangiert, den Blick schweifen zu lassen, macht Spaß, denn es gibt viel zu entdecken. Neben dem Haus verlässt man das bäuerliche Ambiente und tritt durch einen Rosenbogen ein in eine mediterrane Welt. Besonders Rosen, Clematis und der weiße Sonnenhut haben es der Hobbygärtnerin, die vor zwölf Jahren mit der aktuellen Gestaltung ihres Traumgartens begonnen hat, angetan. Das Gärtnern als Hobby begleitet Marga Gabriel schon deutlich länger. Als das Paar im Jahr 1989 in das Haus eingezogen ist, gab es einen brauen Lehmboden mit einem verlassenen Birnbaum. „Wir haben angefangen, Pflanzen rein nach dem Auge zu kaufen und haben sie gesetzt. Dabei haben wir natürlich auch viele Fehler gemacht“, bekennt sie. Der erste große Wunsch ihres Mannes, ein Trompetenbaum, wurde damals verwirklicht, er hat die Neugestaltung überlebt, spendet im hinteren Teil des Gartens Schatten und lädt zum romantischen Verweilen ein. Von der Terrasse aus, verrät die Gärtnerin, hat sie vor rund zwölf Jahren den Entschluss gefasst, mehr System in den Garten zu bringen. „Wir hatten viele schöne Pflanzen, doch irgendwie sah alles aus wie Kraut und Rüben“, erzählt sie. Vor allem mehr Ruhe hat sie in den Garten gebracht, weniger Farben, mehr großflächige Staudenbereiche, auch eine Rasenfläche, die das Auge beruhigt. Daneben setzten die Gabriels auf einheimische Pflanzen, haben der weidenblättrigen Birne den Vorzug gegenüber dem beliebten Olivenbaum gegeben. „Ich achte sehr darauf, dass die Pflanzen insektenfreundlich und resistent sind“, betont Gabriel.

Die schönste Zeit im Garten, sagt Marga Gabriel, ist der Frühsommer, wenn alles austreibt, aber auch der Herbst mit seinen bunten Farben und dem Spiel von Licht und Schatten. Ein Teich mit Wasserfall, dazu sonnige, aber auch schattige Plätze, mal zum Lesen, mal zum Dinieren bei Kerzenschein, all das macht den Garten in Illingen zum Urlaubsparadies. Das Feedback, das die Gäste anlässlich des Tags der offenen Gartentür der Familie gaben, war überaus positiv. „Den Besuchern hat die harmonische Gestaltung sehr gut gefallen“, sagt Gabriel. „Ich sage den begeisterten Besuchern aber auch immer, dass so ein Garten wachsen muss.“ Und täglich ein bisschen Zeit muss man auch investieren. „Mir gibt es viel Kraft zu sehen, was man mit der eigenen Hände Arbeit am Ende eines Tages geschafft hat.“

Marga und Josef Gabriel haben ihren Garten liebevoll gestaltet. Im Sommer wird die Grünfläche damit auch zu einem Paradies für Bienen und andere nützliche Insekten. . Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Weitere Informationen gibt es bei der Familie Marga und Josef Gabriel, Primsstraße 9, 66557 Illingen, Telefon (0 68 25) 4 82 80.