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Ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und Fremdenhass

Ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und Fremdenhass

„Begegnungen von Mensch zu Mensch“ war das Motto des Festes, zu dem die Flüchtlingshilfe eingeladen hat. Rund um das Kommunikationszentrum Alte Schule in Uchtelfangen trafen sich Einheimische und Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea zum gegenseitigen Kennenlernen.

"Begegnungen von Mensch zu Mensch". Was sich so ganz selbstverständlich anhört, ist es beileibe nicht immer. Rassismus und Fremdenhass sind leider auch bei uns registrierbar, bestimmen häufig die Nachrichten. Umso erfreulicher ist nun die Initiative der Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirchengemeinde Uchtelfangen , die mit ihrer Veranstaltung "Begegnungen von Mensch zu Mensch" rund um das Kommunikationszentrum Alte Schule in Uchtelfangen ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenhass setzte. Schon seit März dieses Jahres setzt sich eine Gruppe um Maria Dorsch für Flüchtlinge ein, hilft bei Behördengängen, kümmert sich um Unterbringung, organisiert Deutschkurse.

Mit dem Fest "Café International - Begegnungen von Mensch zu Mensch" hat die Initiative die Uchtelfanger Bevölkerung und die Flüchtlinge aus dem kriegsgeplagten Syrien und Eritrea zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. Es war ein riesengroßer Erfolg. Nicht nur, weil sehr viele Menschen der Einladung folgten, sondern auch, weil sich so viele engagierten.

Kuchen und Getränke (Kaffee aus Eritrea, frisch zubereitet) wurden gespendet, die Flüchtlinge und die Uchtelfanger brachten Spezialitäten aus der jeweiligen Küche auf den Tisch. Essen und trinken und aufschlussreiche Gespräche füllten den Nachmittag und Abend.

Es fand ein reger Informationsaustausch statt. Die Einheimischen wollten erfahren, wie es in den Krisenregionen aussieht, wie es um die Versorgung steht ("sehr schlecht") und wie die Weltgemeinschaft helfen könne. Auf viele Fragen gab es keine Antworten, aber die Aktion und die Hilfsbereitschaft der Uchtelfanger Flüchtlingshilfe zeigte mit ihrem humanitären Einsatz vielleicht einen Ausweg. Maria Dorsch von der Flüchtlingshilfe zog eine positive Bilanz der jetzt fünfmonatigen Arbeit. Es sei faszinierend, wie schnell sich die Verständigung verbessert habe, wie viel die Menschen voneinander lernten, aufeinander zugingen und Berührungsängste abbauten.

"Wir erleben durch euch eine bisher unbekannte Vielfalt, mit der unser Alltag bunter und unsere Welt größer geworden ist", sagte Maria Dorsch . Mulham Adel, ein aus Syrien stammender Mediziner, dankte im Namen aller Flüchtlinge und leitete diese Hilfsbereitschaft aus den Erfahrungen der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Er freue sich, die deutsche Kultur und die deutsche Sprache kennenzulernen.