Ein Pinocchio zum Nachdenken

Illingen. Vor ausverkauftem Haus in der Illipse präsentierten Akteure der Mundartbühne gemeinsam mit dem Vereinsnachwuchs am Sonntag sowohl eine schauspielerische als auch eine logistische Meisterleistung. 30 Erwachsene und Jugendliche gehörten dem Ensemble an, das den neugierigen Holzbub Pinocchio bei seinen gefährlichen Abenteuern begleitete

Illingen. Vor ausverkauftem Haus in der Illipse präsentierten Akteure der Mundartbühne gemeinsam mit dem Vereinsnachwuchs am Sonntag sowohl eine schauspielerische als auch eine logistische Meisterleistung. 30 Erwachsene und Jugendliche gehörten dem Ensemble an, das den neugierigen Holzbub Pinocchio bei seinen gefährlichen Abenteuern begleitete. Die Vorführung ging einher mit eindeutigen Botschaften, die zum Nachdenken anregten. Und dass die Moral von der Geschichte verstanden wurde, bestätigten bereits in der Pause Alisa, 11, und Lea, 11. "Die Botschaft ist angekommen. Wir sollen nicht lügen." Beiden Besuchern wie auch dem neunjährigen Sandro gefiel die Aufführung sehr gut. Mit den Zweiwortsätzen: "Cooler Hintergrund, gute Schauspieler, tolles Kulissenbuch", brachten sie ihre Eindrücke auf den Punkt. Einzigartige KulissePinocchio spielte aber nicht nur für Kinder. Auch viele Erwachsene, wie beispielsweise Wolfgang und Marlene Zimmer, die ihren Enkel Jan Julius begleiteten, waren gekommen, um die Bilderbuchgeschichte live zu erleben und waren gleichermaßen begeistert. Die Geschichte mit Pinocchio und dem alten Meister Gepetto imponierte ohne zu Schmeicheln allen Generationen. Überwältigend war die einzigartige Kulisse, ein riesengroßes Bilderbuch, das entsprechend der jeweiligen Szene von Harald Schmidt und Patrick Engel umgeblättert wurde. Die jeweiligen Bilder - künstlerisch sehr ansprechend gestaltet - dienten als Hintergrund. Inmitten der Szenenbilder bewegte sich Pinocchio oder besser gesagt Johannes Marx, der seine Rolle erstklassig spielte und unzählige Textpassagen, verbunden mit Mimik und Gestik, beeindruckend inszenierte. Liebevoll angeleitet wurde er von seinem Vater Gepetto und dem guten Gewissen der Grille. Vor der märchenhaften Kulisse verzauberten ein Kasperle-Theater, die guten und die bösen Tiere, die Räuber, die Polizisten, die Marktfrauen, die Fee und ihr Diener. Malissimo und ihre Esel spielten eine überspitzte Rolle, verbunden mit einem fabelhaften Gegensatz, den selbst der dümmste Esel erkennen musste. Pinocchio und sein Team vermittelte bleibende Botschaften. Zu Höchstform aufgelaufen Alle Besucher lauschten mucksmäuschenstill der Vorführung, wenn es allerdings für Pinocchio brenzlig wurde, sind die kleinen Publikumsdetektive mit ihren verbalen Hinweisen zu Höchstform aufgelaufen, was wiederum den großen und den kleinen Akteuren den Beweis lieferte, dass ihre Botschaften angekommen sind.