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Buntes Wochenende in Illingen: Ein etwas wässriges Burg- und Weiherfest

Buntes Wochenende in Illingen : Ein etwas wässriges Burg- und Weiherfest

Trotz widrigen Wetters kamen viele Gäste nach Illingen  zum Feiern — Erstmals mit Handwerkermarkt.

  Besseres Wetter hätten die Veranstalter des Burg- und Weiherfestes gut gebrauchen können. Was die Besucherströme angeht, hat der Regen zwar zu mancher Stunde den Programmgestaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch sind die Verantwortlichen der Arbeitsgruppe Gabi Steuer, Sven Kleer und Christian Rau zufrieden über die Besucherzahl bei dem „bescheidenen“ Wetter. „Natürlich haben wir kein Rekordergebnis erzielt. Und das Wetter kann uns auch nicht davon abhalten, im nächsten Jahr wieder ein Burg- und Weiherfest zu organisieren“, sagte Steuer, die sich sehr lobend über die teilnehmenden Vereine äußerte. „Unter der Regie der Arbeitsgruppe feiern wir jetzt zum 11. Mal. Es ist eine richtige Vereinsgemeinschaft entstanden. Jeder weiß, was er zu tun hat und hilft, wenn es sein muss, auch den anderen.“

Wenn auch das Wetter nicht optimal war, lockten eine beleuchtete Burgruine, ein Weiher mit Wasserfontäne, jede Menge Stände, die von Vereinen bewirtschaftet wurden und Lichterketten, die dem ganzen Areal ein ganz besonders Ambiente bescherten. Schirmherr Bürgermeister Dr. Armin König (ich bin stolz auf die engagierten Ehrenamtler“)  eröffnete mit zahlreichen Ehrengästen und einem Fassanstich das Fest. Den Weg Richtung Burghotel säumten viele Stände, die kulinarische Angebote vielfältiger Art präsentierten. Dreizehn Vereine beteiligten sich am Fest; hinzu kamen noch zahlreiche gewerbliche Anbieter. Viele legten Wert auf Hausgemachtes oder auch Hausmannskost.

Zwischendrin gab es jede Menge Sitzmöglichkeiten, etwa um die kulinarischen Leckereien zu essen oder um einfach nur gemütlich ein Bierchen zu trinken. Bei der Party vor schöner Kulisse gab es natürlich wie in den vergangenen Jahren ein hochkarätiges Musikprogramm auf zwei Bühnen. Die Hauptbühne befand sich mitten auf dem Festplatz, die andere im Burgviereck. Namhafte Bands und DJ sorgten für Unterhaltung während der Festtage.

Den Auftakt am Freitag bereitete die ortsansässige Formation Teenage Guide. Mit Oku and the Reggaerockers erlebten die Besucher einen eigenen und speziellen Sound auf der Grundlage von Reggae. Die Formation Bruise mit Rock, Pop, sanften Balladen und mitreißendem Rock’n’Roll gastierte am Samstag in Illingen. Premiere auf dem Burg- und Weiherfest feierte die Pete Miller Band, die in der Region bestens bekannt ist und mit Beat und Rock das Fest am Sonntag musikalisch bereicherte. Im Burgviereck konnten die Gäste mit DJ Mäggi & DJ Ameise am Freitag Party feiern; am Samstag sorgte das Ill-Rock-City-Team mit TND (Nico Zimmer) und Behind (Kevin Weiskircher) für ausgelassene Stimmung.

Etwas sanfter ging es dann am Sonntagnachmittag im Burgviereck zu, als die beiden „Botschafter der Worte“ in Person von Rüdiger Ulrich und Stefan Biehl (RüJupp)  eher leise Lieder präsentierten. Der Sonntag stand zumindest am Nachmittag ganz im Zeichen der Kinder. Die Jugendabteilungen des Technischen Hilfswerkes und des Deutschen Roten Kreuzes hatten sich ein buntes und lustiges Kinderprogramm überlegt, bei denen  auch sportliche Abwechslung geboten wurde. Rutschen, springen, laufen, klettern, spielen – für alle Altersgruppen war etwas dabei.

Besonderer Anziehungspunkt war der Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, der zum ersten Mal eingebunden war. Klein aber fein die Kunst an der Burg: Zirka 20 Anbieter präsentierten auf dem Burgplatz Gartenkeramik, Holzkunst., Filz- und Näharbeiten, Seifen, Gemälde, Taschen und Schmuck. Hierbei konnten die Besucher sogar noch dem Drechsler über die Schulter schauen. Ein besonderes Angebot für Kinder gab es von der   Künstlerin Annette Zewe mit dem Projekt „Malen auf Steinen.“  Den krönenden Abschluss der 45. Auflage des Burg- und Weiherfestes bildete das   spektakuläre Höhenfeuerwerk mit musikalischer Untermalung.