Ehrungsabend der Feuerwehr Illingen

Ehrungsabend der Feuerwehr Illingen : Zwei Männer sind seit 70 Jahren dabei

Beim Ehrungsabend der Feuerwehr Illingen gab es viele lobende Worte und Auszeichnungen.

Bürgermeister Armin König hatte die Wehrmänner und Wehrfrauen der Gemeinde in die Illipse zu einem Ehrungsabend eingeladen. „Ehren heißt anerkennen, ehren heißt loben, ehren heißt, sich öffentlich zur größten Bürger- und Freiwilligen-Initiative dieses Landes zu bekennen, auch wenn dies mit großem finanziellen Engagement verbunden ist“, sagte König.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen 20 Beförderungen, 31 Ehrungen, zwei Übertritte in die Alterswehr, vier Übernahmen aus der Jugendwehr. Vertreter des Kreis- und des Landesverbandes nutzten diese Gelegenheit, um sich bei langjährig tätigen Feuerwehrkameraden zu bedanken. König würdigte die Institution Feuerwehr. „Diese Freiwillige Feuerwehr ist ein großes Glück, ein großer Schatz für uns. Das dürfen wir nie aus den Augen verlieren.“

Er mahnte, dass die Feuerwehr nicht zum parteipolitischen Spielball werden dürfe im Hinblick auf die derzeitigen Debatten um die Feuerwehrgerätehäuser Illingen und Ost. Er stellte klar heraus: „Wir wollen zwei Gerätehäuser bauen. Eines für den Löschbezirk Ost und eines für Illingen. Für beide Gerätehäuser gibt es Bauleitverfahren.“ Das Gelände in Illingen sei bereits gekauft. Zum Gelände in Hirzweiler teilte er mit, dass die Grundstückverhandlungen im Gang seien. Er informierte, dass im Bauauschuss beschlossen wurde, eine grobe Kostenrechnung auf den Weg zu bringen, „denn auch dies ist für uns wichtig, damit wir wissen, was dort an Zahlen aufgerufen wird. Wir können das Geld ja nicht aus dem Ärmel schütteln.“ Das Gelände in Hirzweiler wäre nicht einfach. Es könne dort kein Standardbau werden, weil der Denkmalschutz entscheidend mitrede und „weil es nicht unser Eigentum ist.“ König resümierte die Anschaffungen der Wehr in den letzten 25 Jahren und sprach von vielen Millionen Euro. Er betonte, dass Investitionen in den Brandschutz den Bürgern Sicherheit geben. Er honorierte in besonderem Maße, dass die Wehrleute immer für die Bevölkerung da wären, egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, egal zu welcher Jahreszeit.

Um dieses Engagement zu würdigen, habe er die Illipse ausgesucht, „weil ich euch an dem Ort ehren will, der wie kein anderer das neue Illingen repräsentiert, den repräsentativsten Ort für ganz besondere Auszeichnungen. Weil ihr es uns wert seid. Wir stehen zusammen. Wir bekennen Farbe. Wir sind Eins in der Vielheit. Wir alle sind einseinszwei (112).“

Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack dankte für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden Monaten und dankte auch den Partnerinnen und Partner für ihr Verständnis. Heribert Zimmer, der stellvertretende Wehrführer der Gemeinde, resümierte die Einsätze: 108 Einsätze bis dato und dabei 2250 ehrenamtliche Stunden für die Rettung der Bürger investiert. Bei den Einsätzen wären 16 Personen gerettet worden.

Er bedauerte, dass es unter den Feuerwehrmännern vier Verletzte gab. Traurig mache ihn auch die Tatsache, dass die Feuerwehr politisch als Spielball benutzt werde. „Wir sind eine Feuerwehr und wollen auch eine Feuerwehr bleiben und werden dies mit aller Energie durchsetzen“, sagte Zimmer und bekam dafür tosenden Applaus von den Kameraden. Er sprach noch das Nachwuchsthema an und regte an, über eine Rente für Feuerwehrmänner nachzudenken.

Horst Malter, Kreisfeuerwehrmann aus Neunkirchen, hatte viele Ehrennadeln in der Tasche, um verdiente Wehrmänner für ihre langjährige Treue zu ehren, allen voran Gerhard Reis und Josef Jochem für 70 Jahre. Unterstützt wurde er von Timo Meyer vom Feuerwehrverband des Saarlandes.

Neben vielen hochkarätigen Ehrungen gab es für den Löschbezirksführer Sven Haben (Illingen) eine besondere Auszeichnung. Haben erhielt das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. Malter würdigte das unermüdliche Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Er hat Generationen von Feuerwehrkameraden den sicheren Umgang mit Gerät sowie ein besonnenes Verhalten im Einsatz gelehrt. Er hat weit über 900 Einsätze erfolgreich geleitet.“

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