Ida Sand Trio Illingen: Drei Schweden vereinen Jazz und Rock

Ida Sand Trio Illingen : Drei Schweden vereinen Jazz und Rock

Jazzkünstlerin Ida Sand brachte erfolgreich Musik-Fusion auf die Bühne der Illinger Illipse.

Jazz und Rock – dass beides zusammenpasst, bewies die schwedische Jazzkünstlerin Ida Sand bei ihrem jüngsten Besuch in der Illipse in Illingen. Zu hören gab es vor allem Stücke von Neil Young. Aber auch die Musik von Gitarren-Legende Jimi Hendrix und Soulmusik hüllten die drei Schweden in ein jazziges Gewand.

Bereits im letzten Jahr war Ida Sand zu Gast in der Illinger Jazz-Lounge gewesen. Damals gab es puren Jazz zu hören, den die Sängerin zusammen mit ihrem Kollegen Nils Landgren auf die Bühne gebracht hatte. Dieses Mal hatte Sand zwei weitere Musiker im Schlepptau: Bassist Dan Berglund, der bereits beim letzten Besuch in Illingen für die passenden Rhythmen gesorgt hatte, und Schlagzeuger Sebastian Agren. Ihrem Publikum versprach die Musikerin zu Beginn des Konzerts, diese Band sei „wie ein guter Wein“. Bei der Gestaltung der zahlreichen Coversongs, die die drei Schweden als verjazzte Versionen darboten, bot sich der Vergleich mit einer Weinschorle wohl eher an: Die Songs verloren nichts von ihrem eigentlichen Glanz, der Jazz brachte hingegen ganz spritzige Aspekte zum Vorschein, die man so noch nicht gehört hatte. Da wurde aus Jimi Hendrix psychedelischem „Manic Depression“ eine vollendete Jazznummer, die Ida Sand mithilfe ihrer charakteristischen dunklen Stimme und passenden Pianoklängen in Form brachte. „Look who’s gonna help brother get further“, im Original von Soulsänger Lee Dorsey, zeigte dann die Spielfreude der Jazzmusiker: Abwechselnd konnte jeder der drei Musiker ein paar Takte lang improvisieren, ehe das Stück mit einem langen Applaus in der Illipse zu Ende ging. Zahlreiche Songs des Abends hatte sich Ida Sand von Neil Young geborgt. Da gab es bekannte Stücke des Kanadiers wie „Don’t let it bring you down“ zu hören, dass in der Jazzversion fasst noch bedrückender wirkte. Bei einem von Youngs wohl größten Hits, „Hey Hey My My“, dass von der Unsterblichkeit der Rockmusik philosophiert, wurde klar, dass auch der Jazz dem Stück gut steht. Am Ende gab es gebührenden Applaus für das schwedische Trio, das erfolgreich eine Fusion zwischen Rock und Jazz nach Illingen gebracht hatte.

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