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Die Wustweiler Ischele haben in der Seelbachhalle gefeiert

Kappensitzung in Wustweiler : Homo oder bi? Ischele tolerant wie nie

Kappensitzung in der Seelbachhalle. Über 100 Akteure sorgen für kurzweiligen Abend.

Discofieber, Witz, Fantasie, Klamauk und ein gut gelauntes Publikum, das die großen und kleinen Stars auf der Bühne anfeuerte, stehen für einen kurzweiligen Abend der Ischele, den auch zahlreiche Tanzformationen mit sehenswerten Choreographien und tollen Kostümen bereicherten. Mittendrin ein werdender Vater, der seinen Auftritt in die zweite Hälfte verlegen musste. Als frisch gebackener Vater eilte er schnurstracks aus dem Kreissaal auf die Bühne in die Seelbachhalle und frotzelte mit Viola über Dorfereignisse. Immer wieder eine schöne Geste des Präsidenten Christoph Meiser, der zu Beginn der Sitzung für alle, denen es nicht so gut geht, eine Kerze anzündet. Er brach eine Lanze für Toleranz aufgrund der Diskussionen um das lesbische Prinzenpaar. „Ob schwul, lesbisch, hetero oder bi, wir sind tolerant wie noch nie“, reimte der Präsident und erntete tosenden Applaus. Ihm zur Seite stand eine 40-Mann-starke Mannschaft, damit vor und hinter der Bühne alles klappte. Hinzu kamen weit über 100 Akteure, die sich schon seit Monaten auf die Bühnenshow vorbereiteten und jetzt mit Jubelrufen und stehenden Ovationen für ihre Auftritte gefeiert wurden.

Dominik Marx stimmte mit Tanzmäusen auf die Disconacht ein, in der Jan Winnetou Jablonski als Büttenredner eine gelungene Premiere feierte. Die Sitzung war gespickt mit Witzen: St. Martin fällt nächstes Jahr aus, weil der CO2-Ausstoß des Pferdes zu groß ist. Greta Thunberg ist schuld an einer Schwangerschaft, weil aus Klimaschutzgründen auf ein Gummi verzichtet wurde. Mit einer geschliffenen Reimrede gelang dem Bußprediger ein Rundumschlag über Politik, Kirche, Weltgeschehen und über die Aktivitäten der Umweltaktivistin: „Es stehen nicht alle Räder still, nur weil Greta das so will.“ So konfus das Motto der munteren Los-Trampolions-Truppe: „Die kulturelle Bedeutung der Roschtworschtbud im Zeitalter der Digitalisierung oder ed Gussje hat seid gischter Plattfies“ auch klingen mag, sie brachten die Großen der Weltbühne wie Donald Trump, Recip Erdogan und Vladimir Putin auf die Bühne.

Mit einem Flaschengeist und außergewöhnlichen Eheproblemen beschäftigten sich die Peggy und Enrico Kowalski. Das Putzgeschwader studierte ein Diva-Handbuch und die Marx-Brothers entpuppten sich als Verwandlungskünstler. Den feierlichen Rahmen nutzte der Vorsitzende, um Gerd Spaniol für sein langjährigen Engagements zum Ehrenmitglied zu ernennen.