Kreisjägerversammlung: Die Schweinepest ist ein Dauerthema

Kreisjägerversammlung : Die Schweinepest ist ein Dauerthema

Bei der Versammlung der Jäger im Landkreis standen Neuwahlen, die Ehrung von Mitgliedern und viele Infos auf dem Programm.

Umfassende Informationen, Neuwahlen und zahlreiche Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder standen im Mittelpunkt der Kreisgruppenversammlung der Jäger des Landkreises Neunkirchen im Gasthaus Bohlen in Bubach-Calmesweiler. In seinem Grußwort zeigte sich der Landesjägermeister Josef Schneider erfreut, dass im Koalitionspapier der saarländischen Regierung die Interessen der Jäger nachhaltig Beachtung gefunden haben. Außerdem stellte Schneider fest: „Wölfe kommen im Saarland noch nicht vor.“

Mit einem besonders wichtigen Thema, nämlich der in Südosteuropa grassierenden afrikanischen Schweinepest (ASP), beschäftigte sich der Umweltstaatssekretär Roland Krämer. „Wir können damit rechnen, dass die Pest auch im Landkreis Neunkirchen auftreten wird“, stellte er fest.

Den Jägern falle dabei durch die unbedingt notwendige Verringerung des Schwarzwildes, erhöhter Achtsamkeit bei verendeten Wildschweinen und die Meldung an die Veterinäre eine wichtige Rolle zu. „Wir schätzen die Arbeit der Jäger sehr, sie sind für unser Land besonders wichtig“, lobte Krämer das Engagement jedes Einzelnen.

Die Berichte des Kreisschießobmannes Guido Bohlen, an diesem Abend vorgetragen von seinem Stellvertreter Helmut Hautz, des Obmanns für das Hundewesen, Karl-Magnus Kreuter, der Obfrau für das Jagdhornblasen, Pauline Kohler und der Streckenbericht des Kreisjagdberaters Theo Neu fanden bei den Versammlungsteilnehmern größte Beachtung. Kreisjägermeister Edgar Kuhn sprach in seinem Bericht mehrere Themen an, die die Jäger besonders betreffen. „Die Fuchsschonzeit brennt uns Jägern im Hinblick auf die Seuchenbekämpfung noch immer auf der Seele“, sagte Kuhn und richtete seinen Appell an Umweltminister Reinhold Jost, die Schonzeit für Jungfüchse aus Tierschutzgründen und zum Schutz des Menschen vor Seuchen und Krankheiten wieder aufzuheben. Zum Thema „Wolf“ stellte der Kreisjägermeister fest: „Die Zahl der Wolfsrudel ist in Deutschland auf 60 gestiegen.“ Außerdem wies er darauf hin, dass es verboten ist, vom 1. März bis 30 Juni in einem Jagdbezirk Hunde frei laufen zu lassen. Einen breiten Raum nahm auch die afrikanische Schweinepest im Bericht des Kreisjägersmeisters ein. „Wenn die Seuche bei uns einschlägt, ist jagdlich nichts mehr so wie es einmal war“, befürchtet Kuhn. „Bejagen sie das Schwarzwild, je geringer der Bestand umso schneller ist die ASP zu bekämpfen“, so der Kreisjägermeister. Edgar Kuhn steht für weitere vier Jahre an der Spitze der Kreisgruppe Neunkirchen. Er wurde bei den Neuwahlen als Kreisjägermeister ebenso wie die weiteren Vorstandsmitglieder einstimmig in die Ämter gewählt. Neben Kuhn gehören Christian Halm als stellvertretender Kreisjägermeister, Pauline Kohler, Konrad Reinshagen und Karl-Magnus Kreuter als Mitglieder des Kreisjagdausschusses und Theo Neu als Vertreter der Kreisgruppe im Vorstand der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) an. Traditionsgemäß wurde die Kreisgruppenversammlung der Jäger des Landkreises Neunkirchen im Gasthaus Bohlen in Bubach-Calmesweiler mit einem Musikstück eröffnet und beendet. In diesem Jahr waren es die Jagdhornbläser aus Neunkirchen unter der Leitung von Thomas Matheis. Für die Trophäen- und Hegeschau war Theo Neu verantwortlich.

Die VJS feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Die Festveranstaltung findet vom 24. bis 26. August auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken statt.

Die geehrten Mitglieder im Überblick: Für stolze 70 Jahre Mitgliedschaft wurde geehrt: Herbert Färber; 60 Jahre Mitgliedschaft: Horst Hermann Müller; 50 Jahre Mitgliedschaft: Christel Hild, Heinz Grob; 25 Jahre Mitgliedschaft: Achim Krause, Heinz-Jürgen Ulrich, Hans Heckeler, Hans-Walter Wolf, Heiner Marx, Thomas Matheis; Bläser Bronze: Hans-Joachim Stark, Bläser Silber: Karl-Magnus Kreuter

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