Die Oberhexe verabschiedet sich

Warum haben Sie die Leitung der Wild Witches abgegeben?Steuer: Das war eine schwere Entscheidung für mich. Aber ich glaube, dass es für das Weiterkommen der Wild Witches einfach besser ist, wenn sie jetzt auf eigenen Beinen zu stehen lernen. In der Gruppe sind so gute Leute, die trainieren teilweise selbst Gruppen und machen das wirklich gut

Warum haben Sie die Leitung der Wild Witches abgegeben?Steuer: Das war eine schwere Entscheidung für mich. Aber ich glaube, dass es für das Weiterkommen der Wild Witches einfach besser ist, wenn sie jetzt auf eigenen Beinen zu stehen lernen. In der Gruppe sind so gute Leute, die trainieren teilweise selbst Gruppen und machen das wirklich gut. Dann haben wir Turner dabei, die wissen viel besser als ich, wie man bestimmte Turnfiguren oder Hebungen eintrainiert. Ich hatte einfach das Gefühl, den Wild Witches nichts mehr beibringen zu können. Ich werde weiterhin als Abteilungsleiterin und auch als "Ehrentrainerin" für die Hexen da sein.Was werden Sie jetzt sportlich machen?Steuer: Pilates ist mittlerweile mein Steckenpferd geworden, die Weiterbildung in diesem Bereich kostet auch viel Zeit, und die möchte ich mir dafür nehmen. Irgendwann kommt man zu dem Punkt, an dem man sich für etwas entscheiden und etwas anderes dafür wegfallen lassen muss.Bleibt die Truppe in der bisherigen Formation zusammen, und wie wird jetzt weiter gearbeitet?Steuer: Die Wild Witches wird es weiterhin geben. Allerdings gibt es schon ein paar Veränderungen. Die Mitglieder haben die Aufgaben, um die ich mich zuvor gekümmert habe, aufgeteilt. Eine Tänzerin kümmert sich künftig um die Choreografien, die Turner und Akrobaten denken sich die Turn- und Hebebilder aus, und ein Mitglied kümmert sich um die organisatorischen Dinge.Wird sich jetzt bei den Hexen auch bei den Vorführungen etwas ändern?Steuer: Natürlich wird mein Ausscheiden auch Auswirkungen auf die Vorführungen haben. Die Themen werden sich ändern, ganz andere Ideen werden in die Shows fließen. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass einige Tänzerinnen und Tänzer, die jahrelang dabei waren, ebenfalls aufgehört haben. Für sie sind dann neue Tänzerinnen und sogar ein Tänzer gekommen.Was waren die schönsten Erfolge der Hexen?Steuer: Wir waren die beste Showgruppe des Deutschen Turner-Bundes (DTB) im Wettbewerb Rendezvous der Besten 2006 und 2009, mehrmaliger Gewinner des Show- und Dancefestivals des saarländischen Landesverbands für Gardetanzsport seit 2004, Gewinner des Landesentscheids im Wettbewerb "Rendezvous der Besten" und damit qualifiziert für die Teilnahme an den Bundesentscheiden in Hanau, Leipzig, Berlin, Lüneburg und Frankfurt.Was sind jetzt die Ziele der Gruppe?Steuer: Die Gruppe will erfolgreich auf ihrem Weg bleiben und das bedeutet zunächst, sich beim Landesfinale "Rendezvous der Besten" im Juni in Braunshausen für das Bundesfinale zu qualifizieren. Das wird in Hanau sein, und von dort wollen die Wild Witches im November wieder mit dem besonderen Titel DTB-Showgruppe 2010 nach Hause fahren. Wie geht es eigentlich bei der Nachwuchstruppe Flash Lights weiter?Steuer: Die Flash Lights sind auf einem guten Wege. Sie starten ja nicht nur im Wettbewerb "Tuju-Stars" ( Turnerjugendstars) sondern auch im Wettbewerb "Rendezvous der Besten". Die Flash Lights sind mit zurzeit 20 Mädels die teilnehmerstärkste Gruppe des TV Illingen. Im Jahr 2011 richtet unser Verein das Bundesfinale TuJu-Stars aus. Das heißt, wir erwarten etwa 500 jugendliche Gäste aus ganz Deutschland. Diesen Wettbewerb nach Illingen zu holen, ist ein riesiger Erfolg für unseren Verein. Und es ist eine gute Chance für die Flash Lights, ganz vorn mit dabei zu sein. Welche Funktionen bekleiden Sie weiter in Sachen Turnsport in der Region?Steuer: Ich bin nicht nur Trainerin, sondern auch Vorstandsmitglied das TV Illingen. Seit 23 Jahren bekleide ich das Amt der Kassiererin, und seit zwei Jahren bin ich Abteilungsleiterin der Abteilung Fitness und Tanz mit rund 250 Mitgliedern. Zurzeit leite ich sechs Übungsstunden in der Woche im Bereich Fitness und Pilates. Beim saarländischen Turnerbund habe ich vor vier Jahren das Amt der Landesfachwartin für Showgruppen und Showwettbewerb übernommen.Sie gelten als Super-Organisatorin, was ist Ihr Erfolgsrezept, von dem ja auch der Illinger Rosenmontagszug so großartig profitiert hat?Steuer: Verantwortung zu übernehmen, aber auch Verantwortung zu delegieren.

Zur PersonGabi Steuer ist 50 Jahre alt und arbeitet nach Banklehre und Kinderpause bei der Gemeinde Illingen im Vorzimmer von Bürgermeister Armin König. Sie betreut nicht nur das Bürgermeister-Sekretariat, sondern ist auch für Projekte wie den Rosenmontagszug zuständig. Gabi Steuer ist Lizenz-Trainerin im Bereich Aerobic, Tanz, Gesundheitssport und Pilates. sl