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Die Menschen halten dem Kirchlein die Treue

Nach einem gemeinsamen Gebet vor der Hüttigweiler Marien-Kapelle folgte die Lichterprozession der Gläubigen.Foto: Benno Weiskircher
Nach einem gemeinsamen Gebet vor der Hüttigweiler Marien-Kapelle folgte die Lichterprozession der Gläubigen.Foto: Benno Weiskircher FOTO: Benno Weiskircher
Hüttigweiler. Das Fest an der Kapelle „Maria, Königin des Friedens“ in Hüttigweiler feierte am vergangenen Wochenende ein kleines Jubiläum. Bereits zum 20. Mal hatte der Kapellenverein zum Festgelände auf den Weihersbrunnenberg eingeladen. Benno Weiskircher

. Trotz des wechselhaften Wetters war der Zuspruch beim Kapellenfest ungebrochen. Seit vielen Jahren ist es schöne Tradition, mit einer Lichterfeier am Samstagabend das Fest beginnen zu lassen. Bei Einbruch der Dunkelheit versammelten sich die Gläubigen am Samstag vor der Kapelle zum gemeinsamen Gebet und zur Lichterprozession mit Pfarrer Dietmar Bell.


Der Gottesdienst am Sonntagmorgen wurde auf dem Freigelände vor der Kapelle gefeiert. Die Messe zelebrierte Pfarrer Bell und gedachte aller Verstorbenen des Hüttigweiler Kapellenvereins. Besondere Erwähnung fanden der Mitgründer des Vereins Helmut Groß, der ehemalige Pfarrer von Hüttigweiler , Aloysius Heckmann und der Ehrendomherr unserer lieben Frau von Lourdes, der Steyler Pater Jakob Konrad. In einem Rückblick wurde auch die Geschichte der Kapelle dargestellt.

1993 hatten drei Frauen und vier Männer im Hause von Helmut Groß die Idee geboren, aus Dankbarkeit, dass Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges von weiteren Kriegen verschont geblieben ist, und in der Hoffnung eines dauerhaften Friedens, eine Kapelle zu errichten. Bereits am 26. August 1993 traf man sich im Gasthaus Jägerheim Schug zur Gründung eines Kapellenvereins. Die Versammlung wählte Helmut Groß zum Vorsitzenden, Dr. Antonius Gerber zum stellvertretenden Vorsitzenden und Schriftführer und Frank Kiefer zum Kassenwart. Es dauerte nahezu drei Jahre bis Antonius Gerber den Bauplatz auf dem Weihersbrunnenberg (am Ortsrand von Hüttigweiler , Bann Welschbach) nach schwierigen Verhandlungen für den Kapellenverein käuflich erwerben konnte. Am 9. Mai 1996 wurde der Grundstein gelegt und bei der Einsegnung am 8. September 1996 erhielt die Kapelle das Patrozinium "Maria, Königin des Friedens". 18 Handwerker errichteten die Kapelle und arbeiteten kostenlos. Die Glocke, von der Firma Mabilon (Saarburg) am 25. Juli 1996 gegossen, war eine Spende der Geschäftsleute Gerd Schnur (Welschbach) und Renate Krämer (Hüttigweiler ). Zur harmonischen Innengestaltung zählen die Kunstarbeiten von Bildhauermeister Norbert Schlicker und die von Kaplan Matthias Holzapfel entworfenen bunten Motivfenster. Allen Initiatoren wird noch heute Lob und Anerkennung für das gelungene Werk gezollt.