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Die Handballfreunde Illtal stürmen mit einem Offensiv-Feuerwerk zum Torrekord der RPS-Oberliga-Saison und schießen sich warm für das Spitzenspiel am kommenden Samstag.

Handball-Oberliga : Handball-Pingpong in der Hellberghalle

Die Handballfreunde Illtal stürmen mit einem Offensiv-Feuerwerk zum Torrekord der RPS-Oberliga-Saison und schießen sich warm für das Spitzenspiel am kommenden Samstag.

Sportartübergreifende Unterhaltung gab es am Sonntag für knapp 400 Zuschauer in der Eppelborner Hellberghalle. Die waren eigentlich gekommen für das Handball-Oberliga-Spiel zwischen den Handballfreunden Illtal und der HSG Worms. Mitunter ging es auf dem Spielfeld aber so rasant hin und her, dass sie sich wohl eher an ein Tischtennis-Duell erinnert fühlten. „Teilweise habe ich gedacht, wir würden Pingpong spielen. Der Ball flog hin und her und war oftmals zu schnell für beide Abwehrreihen“, scherzte Illtals Kreisläufer Muhamet Durmishi nach der Begegnung, in der seine Handballfreunde „ein Feuerwerk abgebrannt“ haben. So stellte es Christoph Holz fest, der aber bemängelte: „Wir haben hinten nicht konsequent genug verschoben. Wir dürfen nicht nur geil aufs Tore werfen sein.“ Dass diese Aussage ausgerechnet vom Rückraumspieler stammt, der am Ende auf zwölf Tore und damit die meisten der Partie kam – alleine vom 31:24 bis zum 34:24 schlugen vier Bälle vom 28-Jährigen hintereinander im Wormser Kasten ein – macht sie nicht weniger glaubwürdig.

Wobei der Fokus auf die Offensive beziehungsweise der mangelnde Fokus auf die Defensive in dieser torreichen Begegnung nicht mehr den Ausschlag geben sollte. „Nach anfänglichem Auflodern haben wir das Feuer der Wormser Drachen in den Griff bekommen und konnten schon mit einer Sechs-Tore-Führung in die Halbzeit galoppieren“, sagte Holz. Das 22:16, das Philipp Kockler (Rückraum) fünf Sekunden vor der Pause erzielte, war ausreichender Indikator dafür, worauf die Begegnung hinauslaufen sollte: auf einen klaren Heimsieg der Zebras. Die blieben in Durchgang zwei ihrer Linie treu, legten weitere 20 Tore auf und feierten am Ende mit 42:27 ihren höchsten und torreichsten Saisonsieg. Die 42 Tore bedeuten sogar den aktuellen Saisonrekord, den vorher der SV 64 Zweibrücken (jeweils gegen den HC Dillingen/Diefflen und den TuS Kaiserslautern-Dansenberg 2) gehalten hatte. Was am Sonntag Ende den Unterschied ausgemacht habe? „Die Abwehr sicher nicht. Obwohl wir im gebundenen Angriff stark verteidigt haben. Nur zum Schluss haben wir nicht clever genug agiert“, stellte Trainer Marcus Simowski fest. Das Endergebnis besänftigte den Handball-Lehrer dann aber: „Der Sieg war Einstellungssache und meine Mannschaft hat auf den Heimsieg gebrannt. Wir wollten das Feuer der Drachen löschen und haben diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.“

Bis auf die Torhüter Robin Näckel und Tobias Krumm trug sich jeder Spieler der Handballfreunde in die Torschützenliste ein. Neben Holz konnte Linksaußen Max Mees (9/2) häufig Akzente setzen. Die HF Illtal ziehen in der Tabelle am TV Offenbach vorbei auf den fünften Platz. Am Samstag treffen sie im Spitzenspiel auf den Dritten Sportfreunde Budenheim, gegen die Illtal das Hinspiel unglücklich 21:23 verloren hatte. Anwurf in der Waldsporthalle in Budenheim ist um 19.30 Uhr.