Die Bremer Stadtmusikanten In Illingen war „tierisch“ was los

Illingen · Als Mundarttheater wurde in Illingen das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten aufgeführt.

 Die Bühnenhandlung wurde von den jungen Akteueren der Mundartbühne authentisch in Szene gesetz. Foto: Boewen-Dörr

Die Bühnenhandlung wurde von den jungen Akteueren der Mundartbühne authentisch in Szene gesetz. Foto: Boewen-Dörr

Foto: Boewen-Dörr

Der Traum, als Stadtmusikant in Bremen erfolgreich zu werden, ging für Esel Langohr, Hund Schlabbermaul, Katze Bartputzer und Hahn Rotschopf zwar nicht in Erfüllung. Dafür wurden sie nach ein paar Tagen Wanderschaft in einem Räuberhaus ansässig und haben auf dem Weg dorthin gelernt, wie man ums eigene Überleben kämpft.

Alle vier hatten bis dahin schlechte Erfahrungen bei ihren Herrchen und Frauchen gesammelt. Sie sollten durch junge Tiere ersetzt werden. Esel Langohr sollte für großes Geld an den Metzger verkauft, der Hund Schlabbermaul erschlagen, die Katze Bartputzer ertränkt werden und der Hahn Rotschopf im Suppentopf landen. Jeder kennt die Geschichte der Brüder Grimm „Die Bremer Stadtmusikanten“, in der ein tierischer Aufstand aus vorgenannten Gründen geprobt wird.

Die Bühnenhandlung wurde von den jungen Akteuren der Mundartbühne Illingen authentisch in Szene gesetzt: Ein Bauer und seine Frau hatten einen Esel, der unverdrossen die Säcke trug. Als der Esel alt wurde und die Arbeit nicht mehr machen konnte, wollte der Bauer ihn vom Metzger schlachten lassen. Da lief der Esel fort und beschloss, nach Bremen zu gehen, um dort als Stadtmusikant sein Futter zu verdienen. Unterwegs findet er weitere Gesellen: einen Jagdhund, der zu alt für die Jagd geworden, weshalb sein Herr ihn totschlagen wollte. Da hätte er Reißaus genommen, wüsste aber nicht, was er jetzt tun solle. Der Esel heuert ihn als Stadtmusikan an: „Komm mit, ich spiele die Laute und du schlägst die Pauken.“ Der nächste Mitmusiker ist eine Katze, die erzählt, sie sei zu alt, um Mäuse zu fangen, deshalb wollte ihre Frau sie ertränken. „Geh mit uns nach Bremen, du verstehst dich auf die Nachtmusik, da kannst du Stadtmusikant werden.“

Dann kamen sie an einem Hoftor vorbei, darauf saß ein Hahn und schrie aus Leibeskräften. Er solle in die Suppe kommen, deshalb schreie er, solang er noch könne. „Zieh lieber mit uns fort nach Bremen. Etwas Besseres als den Tod findest du überall. Du hast eine gute Stimme, lass uns zusammen musizieren“, sprach der Esel. Somit war das Quartett perfekt.

Auf der handgemalten Kulisse war als Hintergrund jeweils das Heim der Tiere dargestellt. Die Wanderschaft der Tiere durch den Wald zeigte eine schöne Landschaft. n einem urig eingerichteten Haus lebten die Räuber.

Die jungen Akteure waren bestens vorbereitet und führten textsicher durch die beiden Akte. Hin und wieder forderten sie Unterstützung vom Publikum ein. Da waren die kleinen Theaterfreunde eifrig bei der Sache. Sehr schön gespielt und angefeuert vom Publikum, war der Überfall auf die Räuber. Die meinten, ein Gespenst käme herein, und flohen in größter Furcht in den Wald. Derweil machen es sich die vier tierischen Gesellen in dem Haus gemütlich, aßen nach Herzenslust und suchten sich mit vollem Magen eine Schlafstätte.

 Das Ensemble der „Bremer Stadtmusikanten“ der Mundartbühne Illingen beim großen Finale

Das Ensemble der „Bremer Stadtmusikanten“ der Mundartbühne Illingen beim großen Finale

Foto: Boewen-Dörr

Und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie bald ein und ließen sich von den Räubern nicht mehr vertreiben, die sie bei einem zweiten Anlauf ebenfalls in die Flucht trieben. Ein gutes Beispiel, dass jeder vom Zusammenspiel profitieren kann, weil man zusammen einfach stärker ist.

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