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Deutsch-Polnischer Freundeskreis Illingen in der Partnerstadt geehrt

Renommierter Preis für Illinger : Eine große Geste der Verbundenheit

Deutsch-Polnischer Freundeskreis Illingen in der Partnerstadt Tuchów mit der Melaniusz-Statuette geehrt.

Auf eine besondere Art wurde der Deutsch-Polnische Freundeskreis (DPFK) in der Illinger Partnerstadt Tuchów geehrt. Der Stadtrat hat ihm die „Statuetka Melaniusz“ (Melaniusz-Statuette) überreicht. Diese Auszeichnung richtet sich an alle Personen, Vereine, Stiftungen und Institutionen, die sich in besonderem Maße um die Stadt verdient gemacht haben. Die Statuette wurde nach Pater Marcin Melaniusz benannt, der im 16. Jahrhundert in Krakau Philosophie und Kunst studierte und später als in Tuchów wirkender Pfarrer Stipendien für begabte junge Menschen stiftete, damit sie einmal zum Wohle ihres Geburtsstädtchens beitragen.

In seiner Laudatio würdigte der Vizebürgermeister Viktor Chrzanowski das Engagement des DPFK insbesondere für die Förderung Tuchóws und die Region Malopolska (Kleinpolen) sowie die damit verbundenen Billdungs-, Kultur- und Integrationsangebote.

Die Deutsch-Polnische Freundschaft begann 1994 mit mehreren Partnerbesuchen von Schülerinnen und Schülern des Illtalgymnasiums und des Lyceums von Tuchów, initiiert von Lehrpersonen beider Einrichtungen. Peter Blaskewitz, einen „Mann der ersten Stunde“, ehrte die Partnerstadt bereits 2010 mit der Verleihung dieses Preises. Bereits im Jahre 2003 hatte sich der DPFK gegründet. Alljährlich finden seither Austauschbesuche zwischen beiden Gemeinden statt. Der Sanktuariums-Chor, die Sanktuarium-Blaskapelle, Gesangs- und Tanzgruppen aus Siedliska (Stadtteil von Tuchów), die Pianistin Barbara Gladysz-Wszolek, das Duo Stanislawcyk-Haránczyk und andere Künstlerinnen und Künstler sind seither in Illingen zu Gast gewesen.

Die Menschen aus Tuchów kommen gerne ins Saarland und erhalten dadurch Einblicke in unterschiedliche gesellschaftlichen Bereiche. Einige Mitglieder des DPFK haben Grundzüge der polnischen Sprache erlernt. Viele haben sogar zu Hause eine „polnische Ecke“ eingerichtet, wo alle mit Polen verbundene Andenken gesammelt werden. Der DPFk bemüht sich also sehr viel, um Tuchów und die ganze Region Malopolksa in seinem Wirkungskreis bekannt zu machen. Dafür der Preis.

Vier Mitglieder der ersten Stunde: Mathilde und Dieter Vogtel, Margret Engel und der Vorsitzende Michael Stoll, der sich im Namen aller Mitglieder des Vereins in polnischer Sprache bedankte, waren stellvertretend zu den Tuchówer Freunden gereist.