Der ASV Hüttigweiler besiegt den ASV Urloffen

ASV Hüttigweiler : Weltklasseniveau in der Welschbachhalle

Nicht ganz der erwartete Krimi war der Kampf des ASV Hüttigweiler gegen Urloffen, aber die Zuschauer kamen auf ihre Kosten.

Ein Kampf auf des Messers Schneide wurde in der Begegnung der Ringerbundesliga Südwest zwischen dem ASV Hüttigweiler und dem ASV Urloffen erwartet. Als der ASV Urloffen allerdings in der Welschbachhalle ohne Adam Varga, der bei den ungarischen Meisterschaften im Einsatz war, und ohne Covelle Van Meier und Marius Atofani antrat, lag die Favoritenrolle plötzlich bei den Einheimischen.

Dennoch war der Kampfabend vor 250 Zuschauern mit teilweise Weltklasseringen kein Selbstläufer. Die Hüttigweiler Trainer hatten ihre Jungs bestens auf ihre Gegner eingestellt und feierten einen vielumjubelten und in dieser Höhe nicht erwarteten 22:8-Erfolg. Für das ASV-Eigengewächs Robin Schröck war Aleksei Kinzhigaliev eine ganze Nummer zu groß. Gegen den Weltklasseathleten aus Urloffen hielt der 15-Jährige mehr als zwei Minuten tapfer mit, dann packte sein Gegner eine Reihe Durchdrehervariationen aus und siegte durch technische Überlegenheit.

Nach dem Stilartwechsel stand Olexandr Koldovskyi zum ersten Mal in dieser Saison für den ASV auf der Matte. Gegen Leo Kempf zeigte der ukrainische Modellathlet im ASV-Trikot seine ganze Stärke im Freistil und beendete nach etwas mehr als zwei Minuten den Kampf als 17:0-Sieger. Andrei Dukov musste sein gesamtes Können aufbieten, um den dritten deutschen Meister Nico Megerle niederzuringen. Till Bialek beförderte Michael Schneider mit Schulterwurf auf beide Schultern. Im letzten Kampf vor der Pause zeigte Numan Bayram herausragendes Grecoringer gegen den südbadischer Meister Patrik Köhli. Mit perfekt ausgeführten Techniken beherrschte er seinen Gegner, den er nach vier Minuten auf beide Schultern drückte und für eine 14:4 Halbzeitführung sorgte. „Es läuft alles nach Plan“, stellte Christoph Gall zufrieden fest.

Einen Kampf auf höchstem Niveau lieferten sich Denis Balaur und Sebastian Jezierzanski. Der Fight auf Augenhöhe endete 4:4, den Teampunkt kassierte der Gast aufgrund der letzten Wertung. „Ein Weltklassekampf“ bescheinigte Gall beiden Athleten. Robert Schmitt unterlag 2:8 gegen den 15-jährigen Daniel Fischer, der in seinem ersten Bundesligakampf einen Sieg feiern konnte. Kevin Gremm war Raphael Langenecker in allen Belangen überlegen und siegte mit 18:0. Bärenstark präsentierte sich der ASV-Neuzugang Roman Pacurkowski. Nach 100 Sekunden schickte er Svilen Kostadinov mit 16:0 von der Matte. Obwohl die Begegnung schon lange für Hüttigweiler entschieden war, zeigten Mathias Schwarz und Stefan Käppler zum Abschluss ein hervorragendes Freistilringen.

Der Urloffener hatte mit 2:1 das bessere Ende für sich. „Ein toller Kampfabend, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen“, sagte der Hüttigweiler Trainer. „Ich bin glücklich, dass Daniel Fischer seinen ersten Sieg feiern konnte. Unser Ziel junge Leute aufzubauen ist uns gelungen“, sah der Urloffener Trainer trotz der Niederlage auch Positives bei seinem Team.