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Life needs Water
Das Wasser soll in Afrika Leben spenden

Zum Ende der Aktion „Life needs water“ wurde das Logo mit Narzissenzwiebeln in vier Sprachen gepflanzt. Eine Herzensangelegenheit von Marliese-Jung-Dörr.
Zum Ende der Aktion „Life needs water“ wurde das Logo mit Narzissenzwiebeln in vier Sprachen gepflanzt. Eine Herzensangelegenheit von Marliese-Jung-Dörr. FOTO: Marliese Jung-Dörr
Illingen/Homburg. Künstlerin Marliese Jung-Dörr sammelt mit ihren Kunstschülern über Pflanzaktionen Geld für ein Brunnen-Projekt in Tansania.

Im August hatte sie Halbzeit. Bis dahin hat die Illinger Künstlerin Marliese Jung-Dörr mit den Schülern ihrer Kunstschule bereits 12 000 Euro eingenommen. Geld für ein Brunnenprojekt in Tansania. „Life needs water“ heißt die Organisation, der Jung-Dörr jede Menge Elan und noch mehr Ideen widmet. Oder umgekehrt? Man erinnert sich: Vier Säulen machen das Projekt aus. Säule eins: Sammelboxen wurden gebastelt von ihren Kunstschülern, 70 an der Zahl. Die wurden immer dort aufgestellt, wo man dachte, auf spendenfreudige Menschen zu treffen – oder wo sie angefordert wurden. Aktuell müssen die Boxen noch eingesammelt werden zur letzten Zählung. Säule zwei: Kanister wurden bemalt, kunterbunt und wunderschön. Die Kanister, mit denen die Menschen in Afrika zum Brunnen gehen, um Wasser zu sammeln. Die Kanister kann man sich ausleihen, um sie auszustellen. Nun neigt sich das Jahr dem Ende zu, ein ganzes Jahr, in dem man sich mit dem Projekt „life needs water“ beschäftigt hat. Endgültiger Kassensturz ist vor den Weihnachtsferien. Dann geht es nach Österreich zu den Initiatoren. Avisiertes Ziel von Jung-Dörr: 35 000 Euro zusammenzuhaben. Damit könnte eine Solarpumpenstation für einen Tiefwasserbrunnen in Tansania gebaut werden, die daneben auch Strom für ein ganzes afrikanisches Dorf mit 10 000 Einwohnern liefern wird.


23 000 Euro sind schon zusammen – die Spendenbehälter noch nicht ausgezählt. Weil das vermutlich trotzdem noch nicht ganz zu den 35 000 Euro reicht: Es darf noch gespendet werden. Entweder einfach so oder gegen Buchstaben. Denn es geht um Pflanz-Paten - der Lieblingsteil der Aktion, wie Jung-Dörr bereits vor Monaten der SZ gestand. Gesucht werden 58 Spender, die symbolisch die Patenschaft für einen Buchstaben oder ein Logo übernehmen. Zwölf gibt es schon für das Herzensprojekt. Erfreuen können sich alle dann an dem Blumengruß auf den Wiesen an der Burg Kerpen, dem Kulturforum Illipse und am Illinger Rathaus. Dort wurde in vier Sprachen das Logo der Aktion „Life needs Water“ mit gelben Narzissenzwiebeln in die Erde gepflanzt. Geschrieben stehen wird es im Frühjahr in Pflanzenschrift in den Sprachen der Partnerstädte Illingens: also außer im englischen Original auf Deutsch „Leben braucht Wasser“, auf Französisch „La vie a bessoin d’eau“ und auf Polnisch „Hycie botrzebuje wody“. „Vielleicht möchte man ja den Anfangsbuchstaben der Kinder haben“, sagt Jung-Dörr.

In der dritten Säule der Aktion jedenfalls hatten die Kunstschüler entsprechende Schablonen gebastelt. Säule vier war das Pflanzen. Jetzt sind die Buchstaben in der Erde, symbolisch gekauft werden darf noch. Ein Buchstabe kostet 50 Euro, ein Logo 950 Euro. „Diese Aktion war mir wirklich eine Herzenssache“, sagt Jung-Dörr. Wer noch sein Teil dazu beitragen  und damit helfen möchte, die angestrebten 35 000 Euro bis vor Weihnachten zu erreichen: Spenden kann man unter dem Stichwort „Jung-Dörr life needs water“ auf das Konto IBAN: DE 26 5939 3000 0101 3208 04 bei der Levo-Bank.

Informationen  zu „Life needs water“: E-Mail: kunstkuki@msn.com, Telefon (0151) 12 43 12 47.

Nach den Schablonen der Kunstschüler wurde gepflanzt.
Nach den Schablonen der Kunstschüler wurde gepflanzt. FOTO: Marliese Jung-Dörr