Das Frühjahrskonzert des Mandolinenvereins Illingen verzauberte am Muttertag die Zuhörer im Eventhaus.

Die Mandoline macht’s : Gefühle und Träume – wunderbar verbunden

Das Frühjahrskonzert des Mandolinenvereins Illingen verzauberte am Muttertag die Zuhörer im Eventhaus.

Mit einem bunten Melodienreigen brachte der Mandolinen- und Wanderverein Illingen mit seinem Frühjahrskonzert am Sonntagnachmittag den Frühling in das Illinger Eventhaus. Trotz des Muttertages und des sonnigen Wetters war das Eventhaus bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Vorsitzende Nikolaus Bick führte durch das 90-minütige Programm, informierte über die Komponisten und ihre Werke und trug passende Frühlingsgedichte vor. Das Gedicht zum Muttertag des verstorbenen Albert Fuchs über „die Mamme“ in Illinger Platt beeindruckte mit seinem Inhalt. Es befasste sich mit der Liebe und Hingabe einer Mutter zu ihrer Familie. Das 15-köpfige Orchester startete unter der Leitung von Tanja Voigt mit der Sonata A-Moll von Carl Rosier. Der sentimentale Walzer „Je te veux“ von Eric Satie vermittelte angenehme, ins Ohr gehende Rhythmen. Mittelamerikanisch wurde es mit der Piensa en Mi des mexikanischen Komponisten Augustin Lara. Zu einem musikalischen Hochgenuss entwickelte sich die Rapsodia Spagnuola, bei der die Musik von schnellen Abschnitten zu ruhigen Passagen wechselte. Ein überzeugender Vortrag des Orchesters, welches das in der Intonation und durch das Dirigat von Tanja Voigt bei den Rhythmenwechsel punktgenau umsetzte.

Für Abendstimmung sorgte das von Robert Schumann komponierte Abendlied. Traditionelle italienische Volksweisen brachte das Zupforchester mit Mandolinen, Mandolas, Gitarren und einem Bass mit „Musik aus Italien“ ins Eventhaus. Das Werk „Sonar es volar“ von Ricardo Sandoval ließ die Zuhörer musikalisch durch die Lüfte schweben und mit einem ruhigen Schlussakkord sicher landen. Die Filmmusik aus dem amerikanischen Streifen La La Land war vom Instrumentalvortrag der Solistin Lea Knödgen geprägt. Aline Rullof, Melanie Maldener, Michael und Manuela Bick beeindruckten als Quartett mit ihren Instrumenten und Gesang zu Ehren der Mütter an diesem Muttertag.

Mit der Rapsodie Tzigane beendete das Orchester ihr Frühlingskonzert. „Ich hatte bei der Programmgestaltung die Vision, Gefühle und Träume zusammenzubringen“, erklärte Tanja Voigt nach dem Konzert. Mit dem Auftritt ihres Orchesters war sie mehr als zufrieden. Zufrieden war augenscheinlich auch das Publikum, das mit langanhaltendem Applaus den Auftritt der Akteure honorierte. Diese bedankten sich mit zwei Zugaben bei ihren Zuhörern.

„Ein anspruchsvolles Konzert, das uns Musikerinnen und Musikern einiges abverlangte“, beschrieb Olaf Schneider das von der Dirigentin Tanja Voigt zusammengestellte Programm. Eine fein aufeinander abgestimmte Mischung aus Werken, die vom 17. Jahrhundert bis in die Neuzeit reichte. „Ein toller Auftritt des Orchesters. Leider konnte ich wegen einer Operation heute nicht mitspielen“, bedauerte das altbewährte Mitglied des Illinger Mandolinenverein, Gerd Pfeiffer, der seit seiner Zugehörigkeit zum Orchester noch kein Konzert versäumt hatte, wie er der SZ erzählte.

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