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Cantanima
Musik-Reise durch Länder und Zeiten

Das erste offizielle Konzert des 2016 gegründeten Chores Con Anima im Pfarrheim Illingen begeisterte sein Publikum.
Das erste offizielle Konzert des 2016 gegründeten Chores Con Anima im Pfarrheim Illingen begeisterte sein Publikum. FOTO: Andreas Engel /
Illingen. Das Konzert, mit dem die Gottesdienstbesucher am Sonntagmorgen in der Pfarrkirche St. Stephan in Illingen überrascht wurden, nämlich dem spontan angesetzten, die Messe begleitenden Auftritt des Chores Con Anima, konnten die vielen Besucher des Pfarrheims am selben Abend in voller Länge genießen.

„Wir wollten uns einsingen und nebenbei die Messe bereichern und etwas Werbung für unsere Premiere am Abend machen“, sagten Gerd-Peter Zimmer und Chorleiter Stefan Monshausen. Das alles ist ihnen gelungen.


Ihr erstes eigenständiges Konzert war ein musikalisches Erlebnis und macht Lust auf mehr. Der Chor Con Anima mit aktuell 15 Sängerinnen und Sängern wurde unter der Federführung von Stefan Monshausen 2016 gegründet, vordringlich als a-capella-Chor. Ziel sei es, so Zimmer, unterschiedlichste Chor-Literatur verschiedener Zeiten und Genres mit hohen qualitativen Anspruch auf die Bühne zu bringen.

„Nachdem wir beim Impression musicale 2016 mitgewirkt haben und mehrere Gottesdienste in St. Wendel, Himmerod und Landscheid mit gestaltet haben, trauten wir uns jetzt an unser erstes Konzert“, berichtete Zimmer, der nicht nur als Sänger agierte, sondern kenntnisreich durch den Liederabend führte.



Das, was das Ensemble am Sonntag intonierte, war eine musikalische Reise durch das Kalenderjahr, das Kirchenjahr, die Jahreszeiten und durch verschiedene Länder. Los ging es mit zwei sogenannten Gradualen von Anton Bruckner. Maria, die Mutter Gottes, in vielen Werken der Musikliteratur präsent, war Thema von Liedern aus der Feder von Max Reger, Giulio Caccini und Dom Andrew Moore, alles höchst anspruchsvolle Chorliteratur.

Christlich geprägt waren auch die Stücke von Ernst Pepping. Chorleiter Monshausen steuerte „Von guten Mächten“, und Gertrudis Lied“ bei. „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer empfand das Publikum ebenso ergreifend, wie „Gertrudis Lied“, das Monshausen anlässlich des 50. Todestages seines Vaters schrieb.

Der zweiten Teil des Konzertes war eher weltlicher Musik gewidmet: Johannes Brahms „Im Herbst“ und „In stiller Nacht“, „Kein schöner Land“. Monshausen hat zwei weitere Stück eigens für die Premiere verfasst: Mit „Der Mond ist aufgegangen“ und „Bunt sind schon die Wälder“ schaffte Con Anima mit der spielenden Leichtigkeit routinierter Künstler den Übergang zu den Evergreens „Morning has broken“, „Moon River“, „Somewhere over the Rainbbow“ und „Georgia on my mind“.

„Con Anima“ ist ein aus zwei Worten aus dem Italienischen und dem Lateinischen zusammengesetzter Begriff, und bedeutet so viel wie „mit Seele, mit Herz, mit Empfindung“.