Große Herausforderung für junge Kosovaren Pflege fern der Heimat kein Selbstläufer

Illingen · Vor sieben Monaten haben junge Menschen aus dem Kosovo im Saarland eine Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen. Wir haben im Caritas-Zentrum für Pflege und Beratung in Hüttigweiler nachgefragt, wie es ihnen ergangen ist.

 Albin Idrize, Gentian Murati und Medina Rama (von links) gehören zu den sechs Auszubildenden aus dem Kosovo, die an der Caritas-Akademie für Gesundheitsberufe zur Pflegefachkraft ausgebildet werden. Als dieses Foto vor sieben Monaten entstand, waren sie wenige Tage zuvor im Saarland angekommen.

Albin Idrize, Gentian Murati und Medina Rama (von links) gehören zu den sechs Auszubildenden aus dem Kosovo, die an der Caritas-Akademie für Gesundheitsberufe zur Pflegefachkraft ausgebildet werden. Als dieses Foto vor sieben Monaten entstand, waren sie wenige Tage zuvor im Saarland angekommen.

Foto: Heike Jungmann

Gerade ist mal wieder eine aufregende Zeit für Albin, Gentian und Medina, aber auch für Ute Kistner, die im Caritas-Zentrum für Pflege und Beratung am Vercy-Platz in Hüttigweiler die Pflegedienstleitung inne hat. Im Februar haben die drei jungen Menschen aus dem Kosovo ihren Sprachkurs beendet und warten nun auf das Ergebnis. „Ich hoffe, dass sie bestanden haben“, sagt Ute Kistner. Ende September haben insgesamt sechs junge Kosovaren – drei weitere sind beim Caritaspflegedienst in St. Wendel – den Schritt gewagt, in Deutschland eine Ausbildung zur Pflegefachkraft zu beginnen. Allerdings war die Ausgangssituation äußerst schwierig, wie die Pflegedienstleiterin der Hüttigweiler Einrichtung beim SZ-Besuch vor Ort berichtet. Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten sie ihren Deutschkursus in der Heimat nicht beenden. Dies sei so nicht geplant gewesen. Denn Lernen ging hier nur am Wochenende. Sich mündlich zu verständigen, klappte nach einiger Zeit zwar recht gut. „Aber das Schriftliche ist das Problem“, weiß Kistner.