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Bürgermeister schießt zurück: Armin König kontra Jäger

Bürgermeister schießt zurück: Armin König kontra Jäger

Kreis Neunkirchen. Der Illinger Bürgermeister Armin König (Foto: SZ) hat in einer Mitteilung an die Presse den Jagdpächtern im Kreis Neunkirchen empfohlen, ihre "kindische Boykott-Aktion zu beenden". Die Jäger wollen mit einer Protestaktion auf die Abschaffung der Jagdsteuer im Kreis Neunkirchen hinwirken (wir berichteten)

Kreis Neunkirchen. Der Illinger Bürgermeister Armin König (Foto: SZ) hat in einer Mitteilung an die Presse den Jagdpächtern im Kreis Neunkirchen empfohlen, ihre "kindische Boykott-Aktion zu beenden". Die Jäger wollen mit einer Protestaktion auf die Abschaffung der Jagdsteuer im Kreis Neunkirchen hinwirken (wir berichteten). Dazu habe ein Teil der Jäger, so König, kopierte Protestschreiben an die Bürgermeister geschickt, in denen angekündigt wird, dass die Jäger überfahrene Tiere und andere Tierkadaver nicht mehr entsorgen wollen. Die Bauhöfe der Gemeinden müssten die Tiere teuer in entsprechenden Tierkörperbeseitigungsanstalten entsorgen. König dazu: "Die Jäger benehmen sich wie kleine Jungs mit großer Flinte, das ist spätpubertäres Imponiergehabe." Jetzt auf die Kommunen Druck auszuüben, indem überfahrene Rehe und andere Tierkadaver nicht mehr entsorgt würden, lasse Zweifel an der staatsbürgerlichen Verantwortung der Jagdpächter aufkommen. Dass ausgerechnet Männer wie Kreisjägermeister Edgar Kuhn oder Hegeringleiter wie Guido Bohlen sich für solche Jäger-und-Gendarm-Spielchen auf Kosten der Bevölkerung hergäben, sei "instinktlos", so König weiter. Man könne darauf aber durchaus Antworten geben. "Wenn Jagdpächter bewusst Chaos anrichten wollen, wie Herr Kuhn dies angedroht hat, sind sie für das Tragen einer Flinte nicht geeignet. Dann muss man ihnen gegebenenfalls auch die Jagd wegnehmen", sagte König. Die Gemeinde Illingen werde jedenfalls bei der nächsten Jagdpachtvergabe ein Wörtchen mitreden. "Ausgerechnet diejenigen, die bitten und betteln, dass sie die Jagd kriegen, treten der Gemeinde jetzt ans Schienbein." red