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Ausstellung mit Werken von HP'A Grieshaber in Illingen

Neue Ausstellung : Die Welt zu einem besseren Ort machen

Ausstellung mit Werken von HAP Grieshaber in der Galerie Alte Lateinschule in Illingen.

In der Galerie Alte Lateinschule beginnt an diesem Samstag, 24. Oktober, die Ausstellung mit Werken von HAP Grieshaber. Das teilt die Galerie mit.

Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts hat der Holzschneider geschrieben und geschnitzt, denn er überführte die traditionell kleinformatige Technik in beeindruckend große Dimensionen, so heißt es weiter. Doch die Wahl der Technik Holzschnitt war kein l’art pour l’art. Mit der Technik des Holzschnitts wurden im Mittelalter die ersten politischen und gesellschaftskritischen Flugblätter gedruckt. Das war für den engagierten jungen Mann aus Reutlingen der Grund, auf etwas Ursprüngliches zurückzugreifen.

Seine lebenslangen Botschaften waren vom Impuls angetrieben, „die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen“. Mit der Reihe der „Engel der Geschichte“ (ab 1964) wird sein zentrales Anliegen direkt umgesetzt. Diese Hefte mit Beiträgen von Grieshabers engem Freund Heinrich Böll, von Walter Benjamin und vielen internationalen Philosophen und Kämpfern für Menschenrechte und Freiheit thematisieren konkrete Zustände, wie Diktaturen in Griechenland und Chile oder die Folgen der Atomenergiegewinnung und Störungen beziehungsweise Zerstörungen im ökologischen Gleichgewicht der Erde.

Grieshaber gelingt es in jedem seiner Werke, die klingende Verbindung alles Seienden spürbar zu machen. Aus diesem tiefen Wissen darum, dass sich der Mensch, aufgrund seiner Sonderstellung im Kreislauf der Natur um Schutz und Bewahren zu verantworten hat, erwachse die spröde Schönheit seiner Werke, so die Pressemitteilung weiter.

Rund ein halbes Jahrhundert später und 39 Jahre nach seinem Tod sind seine Botschaften hoch aktuell.

Der Titel der Ausstellung lautet „HAP Grieshaber – malgré tout“. Als Gast aus der Region begleitet Max Mertz die Ausstellung. Tage der offenen Türen und Fenster sind an diesem Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Die Ausstellung ist dann bis 13. Dezember zu sehen.

Besuche sind jederzeit nach Vereinbarung möglich, Telefon (0 68 25) 9 69 30 22.