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Auf einem Spazierweg im Wohngebiet „Im Rötchen“ haben Unbekannte ihren Hausmüll einfach in die Hecken gefeuert

Hausmüll in den Hecken : Wilder Müll verschandelt Plätze in Illingen

Auf einem Spazierweg im Wohngebiet „Im Rötchen“ haben Unbekannte ihren Hausmüll einfach in die Hecken gefeuert.

Wilder Müll geht uns alle an. Er verschandelt nicht nur unsere Umwelt. Er stellt eine erhebliche Gefahr für die Natur und unsere Gesundheit dar. Wer illegal Müll am Straßenrand entsorgt, begeht in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet wird. Der Begriff illegale Müllentsorgung ist breit gefächert: Selbst das unachtsam weggeworfene Taschentuch zählt bereits als illegale Müllentsorgung, ebenso das Entsorgen von Zigarettenschachteln und das Wegwerfen von Kippen. Da die Wahrscheinlichkeit gering ist, bei solch einer Ordnungswidrigkeit erwischt zu werden, werden diese Umweltsünder immer dreister.

Auf einem Spazierweg im Wohngebiet „Im Rötchen“ haben Unbekannte ihren Hausmüll einfach in die Hecken gefeuert. Auf einer Parkfläche in der Hauptdurchgangsstraße in diesem Wohngebiet entsorgten in der Nacht Unbekannte die Überreste ihrer Burgermahlzeit einschließlich Verpackungsmaterial. Vor drei Wochen wurde auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Kanaldeckel eine Tüte mit Hundekot achtlos weggeworfen – dies alles mitten im Wohngebiet.

Der Containerstandplatz am Illinger Bahnhof, der seitens der Gemeinde schon von einem nicht gut einsehbaren Standort an einen besser einsehbaren Standort verlegt wurde, wird am Wochenende immer wieder von unbekannten Personen aufgesucht, die dort ihren kompletten Hausmüll einschließlich Sperrmüll neben den Papier- und Glasbehältern entsorgen. Sogar Artikel mit dem grünen Punkt, die problemlos und kostenfrei über gelbe Säcke entsorgt werden könnten, werden dort abgestellt. Viele Bürger empfinden den herumliegenden Müll sehr störend. Hinzu kommt, dass achtlos weggeworfener Müll, der auch Lebensmittel enthält, ein gefundenes Fressen für Ratten ist. Die zu erwartenden Strafen verdeutlichen zwar, dass es sich bei illegaler Müllentsorgung keinesfalls um einen Kavaliersdelikt handelt. Wer seinen Müll unsachgemäß entsorgt, muss mit empfindlichen Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen. Das Problem ist allerdings, dass diese Umweltsünder meistens unentdeckt bleiben.

Das Ordnungsamt durchsucht zwar den illegalen Müll, um eventuell Rückschlüsse auf den Entsorger zu finden – keine leichte Aufgabe. Manchmal werden die Mitarbeiter auch fündig. Die Dunkelziffer ist aber nach wie vor hoch. Letztendlich bezahlt die Allgemeinheit das Vergehen dieser unbekannten Umweltsünder. In Vorlage tritt zunächst die Gemeinde, die jährlich für die Beseitigung von illegal entsorgten Abfällen eine Menge Geld ausgeben muss. Videoüberwachung, zumindest an Containerstandplätzen, würde vielleicht abschrecken. Aber da spielt der Datenschutz nicht mit.