ASV Hüttigweiler gewinnt gegen den AC Heusweiler

Ringen Bundesliga : ASV Hüttigweiler gelingt die Revanche

350 Zuschauer erlebten in der Mühlbachhalle ein Duell gegen den AC Heusweiler, bei dem die Sportler alles gaben.

Das Derby in der Ringerbundesliga zwischen dem ASV Hüttigweiler und dem AC Heusweiler zeigte die ganze Faszination des Ringkampfsportes. In der Schiffweiler Mühlbachhalle erlebten 350 Zuschauer spannende Begegnungen und Athleten, die bis zur totalen Erschöpfung kämpften. Am Ende feierten der ASV in einem emotionsgeladenen Fight mit 16:13 eine erfolgreiche Revanche für die Vorrundenniederlage. Der Hüttigweiler Greco-Trainer Christoph Gall hatte es geahnt: „Es wird ein ganz enger Kampf“. Bei der Vorstellung der Athleten wurden der Schiffweiler „Bub“ Danny Hippchen ebenso lautstark und herzlich begrüßt wie Dennis Balaur, der am Vortag die rumänische Meisterschaft erringen konnte.

Zum Kampfgeschehen: Für den ASV Hüttigweiler ging in der leichtesten Gewichtsklasse Fabian Widmann stilartfremd auf die Matte. Gegen den erfahrenen Julian Klemann blieb er chancenlos und musste eine 2:18-Niederlage hinnehmen. Kurzen Prozess machte Olexandr Koldovskyi mit Sebastian Feld, den er nach sieben Sekunden auf beide Schultern drückte. In der Klasse bis 61 Kilo überzeugte Andrei Dukov durch seine Schnelligkeit, während der Heusweiler Alex Ufelmann von seiner Athletik profitierte. Mit seiner ausgeprägt guten Technik beendete Dukov durch technische Überlegenheit (20:3) vorzeitig den Kampf. Im ersten Schlüsselkampf setzte sich Till Bialek mit 4:2 gegen Sebastian Janowski durch. Der Sieg geriet noch in Gefahr, als sich Bialek verletzte und in seinen Aktionen stark beeinträchtigt war. Mit einer Energieleistung brachte Bialek den Teampunkt nach Hause.

Einen begeisterten Fight lieferte der 17-jährige Jan Wolfanger gegen den Heusweiler Siegringer Teodor Horatau. Er überließ dem Fünften der EM 2018 U23 nur einen 12:1-Sieg. Für sein kämpferisches Auftreten, seine exzellente Abwehrarbeit und die ständigen Angriffe, mit denen er seinem Gegner alles abverlangte, wurde er von seinen Fans gefeiert. Am Ende hob Horatau anerkennend den Arm des ASV-Eigengewächses in die Höhe. „Es bleibt eng, bisher läuft es nach Plan“, kommentierte Mathias Schwarz das Halbzeitergebnis. Nach der Pause benötigte Denis Balaur vier Minuten um Philipp Köhler mit 16:0 von der Matte zu schicken. In Schiffweiler hat Danny Hippchen das Ringen erlernt. Die Begegnung gegen Halef Cakmak war für ihn der erste Kampf im ASV-Bundesligateam in der laufenden Saison. Als er mit 0:3 in Rückstand geriet, schien der Kampf bereits verloren. Doch dann drehte Hippchen mit erfolgreichen Beinangriffen die Begegnung und ließ sich als 6:4-Sieger von seinem Anhang feiern.

„Danny hat uns auf die Siegerstraße gebracht“, sagte Gall. Kevin Gremm eröffnete im Anschluss den Kampf gegen Daniel Meiser mit einer Schleuder und fügte noch eine Zweierwertung hinzu. Er legte damit den Grundstein zum viel umjubelten 7:1-Erfolg, mit dem der Gesamtsieg endgültig feststand. Die Niederlagen von Roman Pacurkowski (Disqualifikation) gegen Stoyan Kubatov und von Mathias Schwarz gegen Baba Jan Ahmadi (1:4) brachten für den AC Heusweiler nur noch eine Ergebniskosmetik.

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