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Armin König fühlt sich veräppelt

Armin König fühlt sich veräppelt

Als „Fata Morgana“ hat der Illinger Bürgermeister Armin König die aktuelle „Ideen-Karawane“ des Landkreises Neunkirchen (die SZ berichtete) zur Demografie in einer Pressemitteilung bezeichnet.

"Da werden Sinnestäuschungen und Illusionen produziert". König kritisierte die Aktion als volkswirtschaftliche Geldverschwendung und als "landrätlichen Alleingang ohne Hand und Fuß, bei der die Städte und Gemeinden und ihre Bürgermeister nicht eingebunden waren und sind." Die Aktion sei praxisfremd, weil von Landkreisebene oktroyiert, unwissenschaftlich und oberflächlich. "Hier geht es offensichtlich nur darum, Fördermittel abzugreifen. Das sind aber auch Steuermittel."

König forderte Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider auf, "den Weg für Neuwahlen frei zu machen und sich auf ihr neues Amt zu konzentrieren statt sich in den letzten Wochen noch mit Aktionen zu verzetteln, die ins Leere gehen. Wir brauchen den Neuanfang und einen geordneten Übergang", erklärte der Illinger Bürgermeister. "Zum ersten Mal in vier Jahren Amtszeit von Frau Hoffmann-Bethscheider bin ich wirklich erzürnt. Ich fühle mich mit dieser Aktion veräppelt". In Illingen hätten die Bürger sieben Jahre mit dem Projekt "Illingen 2030" intensiv in Zukunftskonferenzen, Arbeitskreisen und Ideenwerkstätten gearbeitet, um kooperativ Lösungen zu erarbeiten. Ergebnisse seien die Höll-Entwicklung, Kooperationen von Vereinen, Netzwerke und eine Feuerwehr-Fusion. "Und jetzt kommt der Landkreis mit dem Ifas-Institut mal kurz auf dem Marktplatz vorbei, befragt die Leute, was sie denn wollen und von Demografie wissen und schreibt dann ein Konzept. Das ist ein hirnrissiger Quatsch."

König sieht derzeit ein grundsätzliches Problem, das mit dem Hickhack um die Sparkassenpräsidentschaft eng zusammenhängt. Seit Monaten sei unklar, was die Landrätin wirklich wolle und wohin sie gehe. Sie habe in dieser Zeit im ganzen Kreis ein hohes Maß an Verunsicherung ausgelöst - in ihrer Verwaltung, unter den Kommunen und in der Öffentlichkeit. So seien wichtige Mitarbeiter der Verwaltung auf dem Absprung, während die Landrätin "Tralala-Aktionen" mache, statt sich auf einen geordneten Übergang zu konzentrieren.