62,5 Liter Blut retteten Leben

Hüttigweiler. "Jürgen Ehm hat mit seinen 125 Blutspenden etwas geschafft, auf das nur wenige Menschen im Saarland verweisen können", lobte Christoph Ernwein das Engagement des eifrigen Spenders. Insgesamt gab Ehm seit Anfang der 70er Jahre insgesamt 62,5 Liter Blut ab. Damit konnten etwa 375 Menschenleben gerettet werden, wie Ernwein feststellte

Hüttigweiler. "Jürgen Ehm hat mit seinen 125 Blutspenden etwas geschafft, auf das nur wenige Menschen im Saarland verweisen können", lobte Christoph Ernwein das Engagement des eifrigen Spenders. Insgesamt gab Ehm seit Anfang der 70er Jahre insgesamt 62,5 Liter Blut ab. Damit konnten etwa 375 Menschenleben gerettet werden, wie Ernwein feststellte. Seit vielen Jahren ist Ehm im Hüttigweiler DRK tätig. So war es nahe liegend, dass er auch die Spendetermine wahrnahm. "150 Spenden will ich noch erreichen", nennt der 65-Jährige sein ehrgeiziges Ziel. Auf 75 Blutabgaben kann Hans Günter Noß verweisen. Nahezu 30 Jahre besucht der 71-Jährige die Hüttigweiler Termine. Zum Blutspenden kam Noß mehr aus Zufall. "Eigentlich wollte ich nur meine Blutgruppe wissen. Dr. Bick verwies mich an die Blutspende beim DRK", erinnert er sich. Hans Günter Noß erkannte, dass er mit seinem Blut auch Menschenleben retten kann. Nur noch ein Jahr darf Noß spenden, dann wird er die Altersgrenze zum Blutspenden erreicht haben. Für 25 Spenden wurde Ursula Phuhl geehrt. 10 Mal haben Birgit Kessler, Thomas Markus Recktenwald, Judith Saft, Sabine Schirra-Margert und Herbert Schmidt ihr Blut abgegeben. Alle Spender wurden mit einer Urkunde, Ehrennadel und einem Präsent des Ortsvereins ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen Christoph Ernwein und der DRK-Vorsitzende Friedel König vor. Der Vertreter des Blutspendedienstes Bad Kreuznach dankte allen, die ihren Lebenssaft zur Verfügung stellen. "In den nächsten Jahren müssen sich immer mehr junge Menschen für das Blutspenden entscheiden", stellte der Referent für Öffentlichkeitsarbeit fest.Der Spenderstamm bricht aufgrund der Altersgrenze weg, so dass der Blutspendedienst auf Neuspender verstärkt angewiesen ist. "Die Krankenhäuser benötigen in den kommenden vier bis fünf Jahren viel Blut für die Krebstherapien", erklärte Christoph Ernwein. Sandra Ziegler zählte am Dienstag zu den Erstspendern. "Alles prima, keine Probleme", bestätigte sie nach dem Aderlass. Beim DRK-Blutspendetermin fühlte sie sich gut versorgt und wird auch künftig ihr Blut zur Verfügung stellen. Bedingt durch die Grippewelle fanden nur knapp 90 Männer und Frauen am Dienstag den Weg zum Kultursaal. Bei 119 Terminen sammelte das DRK Hüttigweiler-Hirzweiler bisher insgesamt 11 680 Spenden. wk "Die Krankenhäuser benötigen viel Blut für die Krebstherapien."Christoph Ernwein

HintergrundIn Deutschland wurde der Blutspendedienst des DRK 1952 gegründet. Heute gibt es ein flächendeckendes Netz von Blutspendeinstituten, die die Krankenhäuser rund um die Uhr mit Blut versorgen. Jährlich werden durch die Blutspendedienste des DRK rund 3,6 Millionen Vollblutspenden bei mehr als 43 000 Blutspendeterminen entnommen. red