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Spatenstich für Staukanal
5,7 Millionen für ganz viel leeren Raum

Temperamentvoller Spatenstich zum EVS-Tiefbauprojekt am Börrchen in Illingen: Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Armin König (4. von links), EVS Geschäftsführer Michael Philippi (5. von links) und  EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann (3. von links).
Temperamentvoller Spatenstich zum EVS-Tiefbauprojekt am Börrchen in Illingen: Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Armin König (4. von links), EVS Geschäftsführer Michael Philippi (5. von links) und  EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann (3. von links). FOTO: Andreas Engel
Illingen. In den kommenden zwei Jahren wird in Illingen ein Staukanal mit einem Volumen von 1090 Kubikmetern gebaut. Von Marc Prams

Man sieht es dem Carré im Illinger Ortsteil Gennweiler, das von Bagger plan gemacht wurde, noch nicht an. Und man wird es ihm auch in etwa zwei Jahren nicht ansehen. Aber bis dahin wurden dort rund 5,7 Millionen Euro verbaut. Unter die Erde fließt das Geld, in einen neuen Staukanal. Am Dienstagabend war Baubeginn, zu dessen Anlass allerlei Gäste gekommen waren. Allen voran Illingens Bürgermeister Armin König, denn die Gemeinde Illingen führt die Baumaßnahme für den Investor, den Entsorgungsverband Saar (EVS), durch. „Es sieht unspektakulär aus, aber es ist ein großes Projekt, das dazu beiträgt, dass das Wasser in der Region sauberer wird als bisher“, sagte König. Damit spielte der Bürgermeister einerseits auf das Volumen von 1090 Kubikmetern an, über das der Staukanal verfügen wird. Andererseits auch darauf, dass bei diesem Bauprojekt sechs vorhandene Regenüberlaufbauwerke durch ein neues Regenüberlaufbecken im Bereich der Merch ersetzt werden.


Die Kanaltrasse, die von der Straße Am Grüneberg bis zur Dorfstraße und weiter bis zur Wiese unterhalb des Reitplatzes verläuft, sei so gewählt worden, dass sie einen möglichst großen Abstand zur Merch hat. Die Querung der Bahn nahe der Gärtnerei Rüffler und die Kanalverlegung im Bereich der Dorfstraße erfolgten durch eine unterirdische Pressung des Kanals. Im Wiesengelände könne der Kanal in offener Bauweise verlegt werden.

EVS-Geschäftsführer Michael Philippi betonte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Illingen, die es ermögliche, dass Illingen die Baumaßnahme durchführe. Zwar sei der Stauraum des Beckens groß, bei derartigem Starkregen wie kürzlich sei aber auch dieser nach kurzer Zeit ausgelastet, erklärte Philippi. Er wies auch darauf hin, dass ein solches Bauprojekt nicht ohne Unannehmlichkeiten für Anwohner und Verkehrsteilnehmer durchzuführen sei und bat darum, etwaige Probleme immer direkt zu kommunizieren. Das sei der beste Weg, um gemeinsam Lösungen zu finden.



Betroffen davon sind insbesondere die Gennweilerstraße und die Dorfstraße im Bereich des Spielplatzes bis zur Brunnenstraße, die während der Bauphase für etwa einen Monat voll gesperrt werden müssen. Die Bauarbeiten sollen im April 2020 beendet sein.