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Ortsrat Hangard
Mehrere Hunde sorgen in Hangard für Protest

Nicht nur, aber auch die Hinterlassenschaft von Hunden sorgt in Hangard für Uneinigkeiz zwischen Nachbarn.
Nicht nur, aber auch die Hinterlassenschaft von Hunden sorgt in Hangard für Uneinigkeiz zwischen Nachbarn. FOTO: dpa/dpaweb / Bernd Wüstneck
V. Der Ortsrat informierte in seiner jüngsten Sitzung auch über die anstehenden Seniorenfeiern. Von Heinz Bier

Der Platz vor der Ostertalhalle in Hangard soll schöner und attraktiver gestaltet werden. Zumindest, wenn es nach den Wünschen der Hangarder Projektgruppe Dorfentwicklung geht. Deren Sprecher Michael Bollen erläuterte am Mittwoch in der Sitzung des Ortsrates Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies konkrete Vorstellungen, die zu einer Attraktivitätssteigerung, aber auch zu einer optimalen Nutzung des Pirmin-Raber-Platzes führen sollen. „Es gibt einige gute Ideen, die ohne großen Aufwand umzusetzen sind“, erklärte der engagierte Hangarder Arzt in der Sitzung im Hangarder Feuerwehrgerätehaus.


Ortsvorsteher Rolf Altpeter von der SPD sicherte seine Unterstützung zu und sprach sich für eine konzertierte Aktion von Ortsrat, Projektgruppe und Stadt aus. „Aber wir müssen zunächst die Meinung der Techniker im Rathaus hören“, machte Altpeter klar. Er informierte danach über die Seniorenfeiern am 22. September in Münchwies und einen Tag später in Hangard. Die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Hangard und Enchenberg war laut Ortsvorsteher ein großer Erfolg.

Nächste gemeinsame Aktivität beider Orte ist eine Gourmetwanderung am 29. September in Enchenberg. Der Münchwieser Ortsrat Klaus Charrois von der CDU bittet die Verwaltung um Überprüfung und gegebenenfalls Instandsetzung eines Feldweges an der Einfahrt zum Münchwieser Sportplatz von der Kohlwies her und um Beseitigung von Baumwurzeln, die in der Altstraße den Bürgersteig hoch drücken.



Der Ortsrat befasste sich auch mit dem schriftlichen Hilferuf eines Hangarder Bürgers. Der beklagt unhaltbare Zustände in seinem Nachbarhaus, seitdem dort vor drei Monaten neue Mieter eingezogen sind. Nach Angaben der Vermieterin ist in dem Haus eine Person gemeldet, „es wohnen aber mindestens zwei Leute und fünf Hunde in der Wohnung“, beschreibt der Betroffene in einem Brief an den Ortsrat seine Sicht. Ein Hangarder Mitglied des Ortsrates hat diese Zahl relativiert und sprach von lediglich drei Hunden. Fakt ist aber, dass hinter dem Haus alles mit Hundekot verschmutzt und auch völlig vermüllt ist. Die Folge: Der Beschwerdeführer und seine Familie können sich nicht mehr im eigenen Garten aufhalten, „weil der Gestank unerträglich ist“.

Auch Kinder auf der Straße hätten Angst, heißt es in dem Schreiben an den Ortsrat, weil einer der Hunde immer wieder aus dem Fenster springt. „Aus den Fenstern fliegen immer wieder Gegenstände auf die Straße, permanent wird herum geschrien und nachts kann man nicht mehr schlafen“, schildert der Nachbar die für ihn unerträgliche Situation.

Der Anwohner hat schon mehrfach das Ordnungsamt und das Veterinäramt verständigt, auch die Polizei war mehrmals vor Ort, aber es hat sich nichts geändert. Auch der Ortsrat sieht keine Handhabe für ein Eingreifen und verweist stattdessen auf die privatrechtliche Seite. Der stellvertretende Ortsvorsteher Peter Müller, ein Hangarder, will sich dennoch um die Angelegenheit kümmern.