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Handball
HFI reisen zum Finalturnier

Christoph Holz von den HF Illtal steigt hier gegen Zweibrückens Torhüter Benedikt Berz zum Wurf hoch.
Christoph Holz von den HF Illtal steigt hier gegen Zweibrückens Torhüter Benedikt Berz zum Wurf hoch. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Klos Horst
Saarlouis. Recht mühelos ziehen die Illtaler und der SV 64 Zweibrücken in das Handball-Pokalfinale ein. Von Lucas Jost

Eine Überraschung ist ausgeblieben. Vor 220 Zuschauern haben sich im ersten Halbinal-Turnier des Handball-Saarlandpokals am Samstag mit den Handballfreunden Illtal und dem SV 64 Zweibrücken die Favoriten durchgesetzt. Sie treffen an Ostermontag auf die VTZ Saarpfalz und den TV Niederwürzbach.



Von der ersten Partie ließen die Viertligisten wenig Zweifel aufkommen, dass sie sich durchsetzen würden. Zum Auftakt wies Ill­tal Saarlandligist und Gastgeber HG Saarlouis 2 mit 22:13 deutlich in die Schranken. Auch der zweite Saarlandligist, der HSV Merzig/Hilbringen sah gegen den SV wenig Land. 16:23 hieß es am Ende. Der HSV war mit einem winzigen Kader von nur zehn Leuten angetreten. „Wir haben uns drei bis vier Schwerpunkte gelegt. Insbesondere der Deckungsverband war heute nix. Da bin ich enttäuscht“, erkannte Trainer Michael Göbel. „Aber das war uns vor der Saison klar. Wir haben eine komplett neue Mannschaft und sehr viel Arbeit vor uns. Wir müssen die jungen und älteren Spieler zusammenbringen.“ Die Entscheidung über den Einzug ins Finale war bereits zwei Spiele später gefallen. Denn die HGS konnte bei der anschließenden 14:17-Niederlage gegen Zweibrücken den Rückstand zwar in Grenzen halten, wirklich in Gefahr geriet der Sieg der Westpfälzer aber nie. Und auch der HSV sah beim 9:22 gegen die Zebras kein Land. Und so war die Luft nach vier Partien ein wenig raus.

Einzig Ausrichter HG Saarlouis drehte in seinem abschließenden Spiel noch einmal auf. Angeführt von Spielertrainer Daniel Altmeyer entschieden sie das Duell zwischen dem Achten und dem Zweiten der Saarlandliga schon nach gefühlten zehn von 40 Spielminuten beim Stand von 7:1. Am Ende sicherte sich Saarlouis mit dem 19:11-Sieg Platz drei. Beiden Saarlandligisten war anzumerken, dass sie im Pokalturnier kein erhöhtes Risiko eingehen wollten. Sie nutzten Turnier auch als Training unter Wettkampfbedingungen zur Vorbereitung auf die am Wochenende anstehenden Ligaspiele.

Im letzten Spiel des Tages ging es also faktisch um nichts mehr. Die Entscheidung über das Weiterkommen war bereits gefallen. Und doch zeigten die beiden Oberligisten ein sehr ansehnliches und emotionsgeladenes Handballspiel, unter das Zweibrücken mit dem 21:19 den Schlusspunkt setze. Sämtliche Karten legten die Oberligisten, die am 27. Januar (18 Uhr in Zweibrücken) in der Runde aufeinandertreffen werden, dabei aber nicht auf den Tisch. Max Mees der HFI verspricht: „In der Liga wird es ganz anders zur Sache gehen.“