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Hangard feierte am Wochenende Dorffest

Dorffest : Platzregen beim Dorffest störte nicht

Viel Betrieb und Prominenz bei der 30. Auflage der Veranstaltung in Hangard.

Die Hangarder haben ihr Jubiläumsdorffest gebührend gefeiert und ließen sich auch von den Wassermengen, die der Himmel am Eröffnungsabend bereithielt, die Feierlaune nicht verderben. Schon beim ökumenischen Gottesdienst, mit dem das 30. Dorffest am Freitag begann, fielen ein paar Tropfen. Aber die evangelische Gemeindepfarrerin beruhigte die vielen Besucher: „Während des Gottesdienstes regnet es normalerweise nicht“, meinte Pfarrerin Dagmar Labow, die die Messe unter freiem Himmel gemeinsam mit Diakon Martin Simon von der katholischen Pfarrgemeinde gestaltete. Die musikalische Umrahmung hatte der Verein der Musikfreunde Hangard mit seinem Dirigenten Georg Bechtel übernommen. Aber nach dem Segen kam der Regen, denn just als Helmut Evert zu seiner Begrüßungsrede anhob, ging ein kräftiger Platzregen nieder, der die Besucher in die umstehenden Pavillons und Zelte flüchten ließ, aber nicht nach Hause vertrieb.

Der Vorsitzende des Hangarder Dorffestausschusses nahm es jedoch gänzlich gelassen. „Für das Wetter und die Verwandtschaft kann man nix“, meinte Evert scherzhaft. Dass Justiz-Staatssekretär Roland Theis von der CDU anschließend den Fassanstich ausgerechnet im Zelt der Hangarder SPD vornahm, war dann auch dem Wetter geschuldet. „Das Hangarder Dorffest ist einer der wichtigsten Termine im Veranstaltungskalender des Ostertals“, befand der in Fürth geborene Schirmherr, ehe er in perfektem Französisch die Gäste aus der Hangarder Partnergemeinde Enchenberg mit Bürgermeister Bernard Fath an der Spitze begrüßte. Der Partnerschaftsausschuss aus dem lothringischen Örtchen nahm auch diesmal wieder mit einem eigenen Stand und leckeren Spezialitäten aus der Region am Hangarder Dorffest teil.

Am Stand der Musikfreunde lagen zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Musikantensteaks auf den Tellern und deren Zwiebelduft hatte sich schnell über dem gesamten Pirmin-Raber-Platz verbreitet. Für den Hangarder SPD-Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten Sebastian Thul war der kräftige Schauer dann auch nicht mehr als „eine angenehme Abkühlung“. Von dem schweren Unwetter, das am Freitagabend in Teilen der Stadt niederging, blieb das Hangarder Dorffest weitgehend verschont und so wurde es bei den Oldies der Band Take Five noch ein langer, feucht-fröhlicher Abend.

Ordentlich Betrieb herrschte auch am Samstagabend und bei der Musik der Formation „X-Pression-Center“, es wurde vor der Bühne sogar getanzt. Beim Frühschoppenkonzert am Sonntag gab es zunächst Glückwünsche und ein Ständchen für Andreas Hennes. Der Senior des Orchesters und frühere Vorsitzende der Hangarder Musikfreunde wurde am Dorffestsonntag 76 Jahre alt, doch das hinderte ihn nicht, beim morgendlichen Konzert seines Orchesters dabei zu sein. Nach dem Mittagessen an mehreren Ständen sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag klang das 30. Hangarder Dorffest aus.