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Fußball
Habach hofft auf das Pokalwunder

Habachs Trainer Dieter Rohe freiut sich auf das Pokalspiel gegen den FSV Jägersburg.
Habachs Trainer Dieter Rohe freiut sich auf das Pokalspiel gegen den FSV Jägersburg. FOTO: Andreas Schlichter
Habach. Der Fußball-Verbandsligist empfängt heute den Oberligisten FSV Jägersburg zum Viertelfinale. Von Heinz Bier

In Habach wird es am Mittwochabend möglicherweise etwas eng werden. Zumindest im Bereich des Waldparkstadions, in dem der SV Habach um 19 Uhr im Viertelfinale des Fußball-Saarlandpokals auf den Oberligisten FSV Jägersburg trifft. Zum ersten Mal in der über 60-jährigen Vereinsgeschichte hat der Verbandsligist aus dem Eppelborner Ortsteil die Runde der letzten Acht im Saarlandpokal erreicht. Deshalb wird der 14. März 2018 mit Sicherheit einen festen Platz in den Vereinsannalen erhalten. Trotz der beiden 0:4-Punktspielniederlagen zuletzt gegen Bliesmengen/Bolchen und Thalexweiler/Aschbach sieht der Habacher Trainer seine Mannschaft für die Pokalaufgabe gerüstet. „Natürlich wären wir gern mit einem Erfolgserlebnis in das Pokalspiel gegangen“, sagt Dieter Rohe, „aber unsere aktuellen Probleme lassen sich nicht weg diskutieren“.


Gespielt wird im heimischen Waldparkstadion, nachdem der ramponierte Naturrasen dort durch eine Fachfirma saniert und wieder bespielbar gemacht wurde. Auch wenn seine Mannschaft körperlich fit ist, wie er sagt, ist sich der Habacher Trainer darüber im klaren, dass sie gegen den aktuellen Sechsten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar krasser Außenseiter ist. „Ich hoffe aber, dass wir nicht mit zu viel Demut auf den Platz gehen, sondern trotz unserer kleinen Negativserie mutig an die Sache ran gehen“, wünscht sich der Trainer des Verbandsligaachten. Rohe fügt hinzu: „Mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale haben wir schon mehr erreicht, als jeder erwartet hat. Deshalb haben wir am Mittwoch nichts zu verlieren und können ohne Druck ins Spiel gehen.“

Keine allzu hohen Erwartungen hat der SV Habach an die Zuschauerzahlen. Der Trainer bedauert, dass in allen Spielklassen zur gleichen Zeit Nachholspiele ausgetragen werden, „und das wird uns mit Sicherheit einige Zuschauer kosten“. Nach Meinung des Jägersburger Trainers wird das am Mittwoch alles andere als ein Selbstläufer. „Natürlich sind wir als klassenhöherer Verein dort Favorit“, macht Thorsten Lahm klar, „aber Habach wird mit Sicherheit alles versuchen, um uns ein Bein zu stellen.“ Wenn ein Oberligist gegen einen Verbandsligisten antritt, sollte das eigentlich eine klare Sache sein, meint Lahm, „aber es ist Pokal“, fügt er vielsagend hinzu. Es habe ja im bisherigen Verlauf der Pokalrunde schon einige Beispiele gegeben, dass ein Favorit ins Straucheln kam, sagt der FSV-Trainer und erwähnt exemplarisch das 1:4 des FV Eppelborn in der letzten Runde beim Südwest-Verbandsligisten SG Noswendel-Wadern. Aber der einstige Bundesligaprofi des FC Homburg gibt vor dem Spiel beim Verbandsligisten auch eine eindeutige Willenserklärung ab. „Unser klares Ziel ist es, das Halbfinale zu erreichen“, betont Lahm, denn das sei sportlich schließlich eine lukrative Sache.



Der Jägersburger Trainer glaubt nicht, dass die längere Pause seiner Mannschaft nach dem Freitagspiel beim Oberligaspitzenreiter FC Homburg eine große Rolle spielen wird. Das Spiel ging 0:3 verloren. „Auch wenn Habach erst am Sonntag gespielt hat und dann wieder am Mittwoch ran muss, ist das ja ein gewohnter Rhythmus“, meint der 48-Jährige.

Sollte dem SV Habach heute Abend tatsächlich eine Pokalüberraschung gelingen, wäre das für den FSV Jägersburg und seinen Trainer sicher zwar ganz ärgerlich, aber das Fußballgeschäft beim Oberligisten ginge weiter, „denn für uns hat der Klassenerhalt absolute Priorität“, macht Thorsten Lahm deutlich.